Log Dich ein in unsere Gamer-Community
 
Vorschau - Der Krieg hat ein Gesicht

Total War - Rome 2 - Vorschau

Die Total War Serie geniesst unter den Fans von taktisch anspruchsvollen Strategiespielen ein hohes Ansehen. Sei es Shogun: Total War, Napoleon: Total War oder Empire: Total War, in diesen Spielen kann ein Stratege Hunderte von Stunden verbringen, ohne das Langeweile aufkommt. Kenner der Reihe schwören aber vor allem auf einen ganz bestimmten Ableger, und zwar Rome: Total War. Es ist nun neun Jahre her, als dieses Strategiebrett erschienen ist, und auch nach all den anderen Teilen wollen die Fans nur eines: Total War: Rome 2. So die Aussage vom Entwicklerteam Creative Assembly, die nebenbei in diesem Jahr ihr 25 jähriges Jubiläum feiern.

Bei den Römern ist immer was los
Nicht nur die Stimmen der Fans haben das Team dazu bewegt, sich wieder in römische Gefilde vorzuwagen, sondern es war auch der eigene Wunsch der Entwickler. Man erkannte schnell das Potenzial dieses Zeitalters und die besondere Atmosphäre, die diese Epoche mit sich bringt. Die Anzahl der zu der Zeit lebenden Völker war aber ebenfalls ein wichtiger und ausschlaggebender Punkt. Bei Total War: Rome 2 geht es hauptsächlich um die epischen Schlachten, von denen es in der Vergangenheit mehr als genug gab. Somit haben wir den perfekten Stoff für ein komplexes Strategiespiel, das sich tief in das Leben der Römer und damaligen Fraktionen begibt. Spieler, die den Vorgänger kennen, wissen genau, dass es nicht brutale Konfrontationen gab, sondern auch politische Intrigen und Machtkämpfe, die auf Papier stattfanden. Oft genug haben wir früher mit unseren größten Feinden Friedensverträge abgeschlossen, um sie dann zu einem geeigneten Zeitpunkt von der Karte zu verbannen. An diesem Prinzip wird sich auch im Nachfolger nichts ändern - eine gute Nachricht.

Größer, brutaler, authentischer
Warum brauchen wir also einen zweiten Teil von Rome, wenn doch alles beim Alten bleibt? An dem Basisthema ist nicht zu rütteln, Rom bleibt Rom und die Geschichte ist Geschichte. Aber es gibt noch genug Spielraum, um tiefer in diese Zeit einzutauchen, sich mit den Menschen zu beschäftigen und ihre Schicksale einfach mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das ist einer der Stützpfeiler der jetzigen Entwicklung von Total War: Rome 2. Man möchte dem Spieler eine authentischere Vision des Krieges näherbringen, A dark vision of war, so das Statement. Dies wollen die Entwickler mit verschiedenen emotionalen Geschichten erreichen, aber auch mit Gesichtsanimationen, die Gefühle widerspiegeln. Jedem Soldaten auf dem Schlachtfeld wird ein Gesicht verliehen, das euch im angesichts dessen Todes berühren soll. Befehle werden gebrüllt, die sich dynamisch an das Spielgeschehen anpassen. Einem Legionär ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als sein Kamerad und Freund neben ihm fällt. Durch diese Kniffe bekommt das Spiel einen ganz neuen Anstrich, wirkt erwachsener und dramatischer - ein Mammutprojekt.

Dieser Begriff passt momentan am besten zu dem, was wir während der Präsentation begutachten durften. Die Strategiekarte wird vergrößert, die Areale, auf denen die epischen Schlachten ausgefochten werden übersteigen die Größe der Karten des Vorgängers um ein Vielfaches und dann soll es auch noch mehr Soldaten auf dem Schirm geben, die alle dynamisch agieren sowie eigene Gesichtsanimationen besitzen? Wenn all das funktionieren sollte, dürfte jeder Strategiefreund vor Freude an die Decke hüpfen. Und wenn ihr denkt, dass das schon alles war, dann habt ihr euch getäuscht. Die Jungs von Creative Assembly waren nämlich die Zeit über nicht faul und haben neue Einheiten, Kampfanimationen, Belagerungsmaschinen und eine Grafikengine aus dem Hut gezaubert. Die Größe und Komplexität der mit all den Erweiterungen ablaufenden Kämpfe lässt sich gut an einem Beispiel aus der Präsentation demonstrieren.

Krieg, soweit das Auge reicht
Nach einer langen Belagerung machen sich die Römer auf, eine wunderschöne Stadt einzunehmen, die auf einem Hügel liegt, einen Hafen besitzt und sich über weite Teile des umliegenden Gebietes erschreckt. Das Erste was einem Total-War-Veteranen auffallen würde, sind die Schiffe, beladen mit römischen Legionären, die ans Festland schwimmen. Schiffskämpfe, verbunden mit Landkämpfen? Ja genau, die Schlachten verbinden nun, je nach Lage, auch Schiffs- mit Landkämpfen. Als die Männer am Strand ankommen, sehen wir aus den hinteren Teilen der Stadt Geschosse auf uns zufliegen, die die Männer beim Einschlag umherwirbeln. Die Belagerungsmaschinen werden besetzt und die Mauern gestürmt, überall geschieht etwas. Mit einer neuen Kameraoption lassen sich die Highlights einer jeden Schlacht besser einsehen. Die Entwickler lassen uns natürlich noch weiterhin die Freiheit, mit der Kamera das anzustellen, was wir wollen.

Am Ende liegt die pompöse Stadt in Trümmern, in der Ferne sehen wir Berge, die zur Schlachtkarte gehören, mit einem Kameraschwenk postieren wir uns auf der Spitze des Hügels und betrachten das Geschehen. Der Anblick erschafft ein ungewöhnliches Gefühl von Trauer, aber auch Freude. Freude an der technisch extrem aufwendigen Grafikengine, die alles, schon in der Pre-Alpha-Phase, sehr detailgetreu und atmosphärisch rendert. Zwar wirken die Animationen noch ziemlich steif, aber wenn man sich vor Augen hält, in was für einem frühen Status sich das Spiel befindet, ist es völlig verständlich. Gerne hätten wir mehr gesehen und euch mehr erzählt, doch nur die Zeit kann nun zeigen, was mit den virtuellen Römern passiert. Wir können nur hoffen, dass sie nicht das gleiche Schicksal erleiden, wie ihre ehemals existierenden Vorbilder.

Seite 1/2

 
 
Eins weiter


Kommentare

0 Kommentar(e) bisher
Log Dich ein, um einen Kommentar zu schreiben, oder nutze Facebook

Infos

Total War - Rome 2

Total War - Rome 2

PC
WÄHLE DEINE VERSION
Entwickler:
Creative Assembly
Publisher:
SEGA
Genre:
Runden-Strategie
USK:
n/a
Release:
03.09.2013
Link:
PC
ab 54,99 €
Bestellen
NEUSTE SCREENSHOTS
Total War - Rome 2Total War - Rome 2Total War - Rome 2Total War - Rome 2Total War - Rome 2Total War - Rome 2
ARTIKEL ZUM THEMA
18.08.12 | 10:49