Tomb Raider - Vorschau
Könnt ihr euch noch daran erinnern, wann ihr das letzte mal beim Spielen auf den knackigen Hintern oder äußerst großen Busen von Lara Croft geglotzt habt? Richtig, es ist schon eine Weile her. Aber lassen wir dieses sexistische Gerede, wir alle wissen doch, worum es bei Tomb Raider wirklich ging, und zwar um den Erkundungsdrang. Nein nicht diese Art Erkundungsdrang, wir meinen all die Katakomben und verwinkelten Schatzkammern, die nur darauf gewartet haben, von uns geplündert zu werden. All die Klettereinlagen und Kämpfe mit bösen Schatzräubern und natürlich Lara selbst, haben wir schon sehr vermisst. Umso erfreulicher war die Nachricht von einem waschechten, neuen Tomb Raider. Diesmal aber mit einer jungen und verletzlichen Frau Croft, die sich gerade auf dem Weg zu ihrem Schicksal als Schatzsucherin befindet. Noch erfreulicher war jedoch die Nachricht, das wir die Möglichkeit haben würden, auf der Gamescom selbst Hand an Lara zu legen.
Mensch, die arme Frau
Da steht sie nun, mitten im Regen und völlig hilflos. Ihre Freunde und Begleiter sind verschollen und die junge Lara ist irgendwo in der Wildnis einer unbekannten Insel, auf sich alleine gestellt. Plötzlich greift unser Beschützerinstinkt und wir wollen diesem hübschen Mädchen helfen, sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien und vergessen für einen Augenblick, um wenn es sich hier handelt. Der Charakter, der nämlich gerade von uns an einer Klippe gesteuert wird, ist Lara Croft, die Powerfrau schlechthin! Das Bild, was sich aber vor uns befindet, gleicht keineswegs der uns bekannten mutigen Schatzsucherin. Sie läuft gebeugt, stolpert, hält sich ihre Wunden und keucht dabei, als stände sie kurz vor der totalen Erschöpfung. Automatisch kommt Survival-Stimmung auf, die uns schwitzige Hände bereitet. Das letzte Mal, das es zu solch einer Stimmung kam, war vor ungefähr einem halben Jahr, als I am Alive erschien.
Ein Hauch von Freiheit
Getrieben vom Überlebenswillen, setzen wir unseren Weg mit Lara fort, springen über ein paar Abgründe, was nicht sonderlich schwer ist, um dann in eine unheimliche Szenerie zu gelangen. Ein altes Propellerflugzeug versperrt uns den Weg und es sieht danach aus, als müsse man sich dran nach oben hangeln. Mit ein paar unsicher aussehenden Klettereinlagen, unter denen der Flieger stark zu leiden hat, erreichen wir die obere Plattform, zu der wir gelangen wollen. Das war, ja wie war es?
Man könnte meinen, Nathan Drake wäre irgendwie, weiblicher geworden, aber auch ein bisschen tollpatschiger. Uns ist bewusst, dass dieser Vergleich schon oft gestellt wurde, aber keiner kann es verneinen. Denn einige Szenen aus Tomb Raider erinnern doch stark an einen gewissen PlayStation-3-Exklusivtitel. Trotzdem müssen wir aber auch zugeben, dass das Spiel von Anfang an ein Eigenleben entwickelt, das an die guten alten Tomb Raider-Zeiten erinnert. Und das, obwohl Lara nun eine junge, nicht allzu kräftige Frau, ist.
Nach einer gewissen Zeit im Dickicht, schlägt uns das Spiel vor, ein Camp aufzuschlagen, um sich dort aufzuwärmen. Dies ist nicht nur dafür da, um schön auszusehen, sondern auch um Laras Fertigkeiten zu verbessern. Dazu müssen wir uns rollenspieltypisch zur Ruhe legen und das Gelernte Revue passieren lassen. Durch die Zeit im Dschungel verbessern sich die Survival-Skills, wie zum Beispiel die vereinfachte Suche nach Pfeilen. Aber auch Werkzeug lässt sich hier herstellen. Doch nun knurrt der Magen, es ist an der Zeit sich etwas zu Essen zu schießen. Dafür haben wir unseren Bogen und eine Handvoll Pfeile, die Lara bei einem toten Fallschirmspringer gefunden hat. Während der Jagd dürfen wir mal etwas von dem doch sehr linearen Pfad abweichen und uns vom Lager entfernen. Im weiteren Verlauf der Demo war sogar das bereits erkundete Areal immer noch begehbar, was dazu führt, dass die Gegend in der man sich frei bewegen kann, immer größer wird. Hier wird die Mischung zwischen Linearem, Cineastischem und Open-World-Gameplay deutlich.

Was sich da unten wohl befindet?
Natürlich spielt sich das neue Leben von Lara Croft nicht nur über der Erde ab. So marschieren wir mit Lara auch in ein unterirdisches Bunkersystem, das nahtlos mit der oberen Welt in Verbindung steht. Dort unten verbergen sich in unserem Fall ein kleines Rätsel sowie Werkzeug und eine Maske, die wir großzügig als unseren ersten gefundenen Schatz deklarieren. Mit einer Fackel durch die klaustrophobischen Gänge der Bunkeranlage zu schleichen, ist sicher eines unserer Highlights während der gamescom-Demo. Das liegt vor allem an den fantastischen Lichteffekten, den lebensechten Animationen Laras als auch am gesamten Setting, das professionell sowie mit viel Liebe zum Detail umgesetzt wurde. Auch die Sprecherin von Frau Croft macht einen erstklassigen Job und haucht der neuen Lara sehr viel Leben ein. Alleine die Stimme und die unter Anstrengung getätigten Aussagen von unserer Lieblingsüberlebenskünstlerin bringen eine dichte Atmosphäre.
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