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Vorschau - Überleben schwer gemacht

I Am Alive - Vorschau

Erst vor ein paar Tagen gab Ubisoft den exakten Veröffentlichungstermin für den Xbox 360 Downloadtitel, "I Am Alive" bekannt, der auf den 7. März 2012 datiert wurde. Somit ist die Entwicklung schon bald abgeschlossen. Doch die Entwicklungsphase ist alles andere als reibungslos verlaufen. Bereits im Jahre 2008 durften wir den ersten Trailer zu "I Am Alive" bestaunen, der vielen Spielern Lust auf mehr machte. Damals auch noch für den PC geplant, wurde es leider wieder sehr schnell ruhig um den Titel. Als man lange Zeit nichts mehr von dem zuständigen Entwicklerstudio Darkworks hörte, gingen viele von einer Einstellung des Spiels aus. Aber wie aus dem Nichts, meldete sich plötzlich Ubisoft im September 2011 mit einem neuen Trailer zu Wort. Das Spiel hieß "I Am Alive", sah nun aber anders aus, weil es das Entwicklerteam gewechselt hat, genauer gesagt löste sich Darkworks von dem Projekt und Ubisoft Shanghai übernahm im Jahre 2010 die Arbeit. Wie das ambitionierte Survival-Spiel heute aussieht, erfahrt ihr nun in unserer Vorschau, denn wir waren für euch Vorort bei Ubisoft und durften den Titel bereits ausführlich anspielen.

Was ist passiert? Keine Ahnung, alles ist kaputt!
Alles liegt in Trümmern, Asche und Staub hat alles in ein trauriges Grau und Weiß gehüllt, selbst einst fröhliche Farben sind nun kaum zu erkennen. Was genau geschehen ist, weiß aber niemand, nur das es das Leben der Menschen mit einem Schlag verändert hat. Wer überlebt hat, kämpft im nun trostlosen Chicago ums nackte Überleben. So auch der Held des Spiels, der es nach einem Jahr endlich geschafft hat, seine Heimatstadt zu erreichen, in der er seine verschollene Frau und Tochter vermutet. Und genau da steigen wir ein, vor einem riesigen Haufen von verdrehtem Metal, das mal eine Brücke war. Deshalb beginnen wir uns einen Weg zu suchen, der über Autowracks und Stahlträger führt. Als ganz normaler Typ, wie der spielbare Held einer ist, erweist sich die Kletterpartie als gar nicht so einfach, denn ein Mensch kann nicht ohne spürbaren Verlust seiner Kräfte Stunden lang über zerstörte Brücken krackseln.

Ballerei? Fehlanzeige. Kletterei? Check!
Die Kernelemente von I Am Alive sind direkt vom ersten Moment an auf Kletterei und den Überlebenskampf gerichtet. Doch wer an Kletterpassagen wie bei Uncharted denkt, wird eines besseren belehrt. Hier hat man sich etwas Neues einfallen lassen, das euch in einigen Situationen mit hoher Wahrscheinlichkeit nass geschwitzte Hände bescheren wird. Ihr wollt also auf die andere Seite der Brücke oder auf das Dach eines Kaufhauses? Klar wieso nicht, aber wer sich mit seinen Kräften überschätzt, stürzt gnadenlos in die Tiefe! Hier ist ein gewisses Maß an Taktik gefragt, denn euer Charakter hat nur begrenzte Ausdauer, die ihr durch schweißtreibende Kletterpartien verliert. Wer also nicht auf den Balken oben rechts achtet, oder die schneller werdende Musikuntermalung, der findet sich fix auf dem Boden der Tatsachen wieder. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier Schnelligkeit, clever genutzte Ruhepausen oder taktisch sinnvoll gesetzte Kletterharken, die erst gefunden werden müssen.

Aber sogar mit den genannten Kniffen werdet ihr manchmal an eure Leistungsgrenze stoßen, was aber nicht unbedingt das Ende bedeutet. An diesem Punkt habt ihr die Möglichkeit noch mal das letzte aus euch herauszuholen, auf Kosten eines dauerhaften Ausdauerverlustes, der nur durch gefundene Lebensmittel wieder aufgefüllt werden kann. Mit eurer Gesundheit verhält es sich fast genau so, denn wenn ihr welche verlieren solltet, benutzt ihr einfach einen Obstsalat oder das gute alte MediKit, falls ihr eins gefunden habt.

Doch nicht nur die Umgebung ist gefährlich, sondern auch die Überlebenden können eure Lebenszeit in null Komma nix verkürzen. Die Leute stehen in dieser schweren Zeit nicht so wirklich auf Gäste oder Herumtreiber, da beinahe jeder Böses im Schilde führt. So kann es auch schon mal passieren, dass euch eine eher ungefährlich aussehende alte Dame über den Haufen ballert, wenn ihr nicht schnell genug von ihrem zerstörten Haus verschwindet, dass sie zu verteidigen versucht. Aber ganz so wehrlos seid ihr dann doch nicht, denn es gibt natürlich auch Waffen, die ihr finden und in Notsituationen auch benutzen könnt. Eine Pistole besitzt ihr von Anfang an, doch eher findet ihr im zerstörten Chicago einen Elefanten, der auf einem Fahrrad radelt, als eine Pistolenkugel. Deshalb sollte man sich diese für wirklich ernste Situationen aufsparen und nicht direkt auf alles Schießen. Denn manchmal reichen ein paar gezielte Treffer mit der Machete, ein beherzter Tritt des Gegners in die nah gelegene Grube oder das alleinige Ziehen der Pistole zur Abschreckung.

Postapokalyptisch bleibt Grau und Weiß
Die Atmosphäre ist beinahe zu jedem Zeitpunkt erdrückend dicht. Die dunkle Szenerie der zerstörten Stadt trägt natürlich enorm dazu bei, aber auch der Ascheregen, oder auch Filmfilter genannt, leisten ihren Beitrag. Vor allem aber die Tatsche das I Am Alive sich wie ein realistisches Survival-Spiel anfühlt, wird euch den größten Atmosphärenschub bringen. Keine Munition, überall lebensfeindliche Orte, bösartige aber auch hilfsbedürftige Menschen verleihen das Gefühl von einer vergangenen Katastrophe. 

Das eigentliche Grafikgerüst ist solide, reißt aber niemanden von seiner Couch, leider sind viele Texturen arg matschig und ziemlich kantige Objekte bringen das eine oder andere Quäntchen Atmosphäre um die Ecke. Dazu gesellen sich auch die steifen Animationen, die zwar beim Klettern nicht ganz so auffallen, dafür aber während der Kämpfe oder den Bewegungen der Gegner. Der Soundtrack dagegen hebt sich von der Grafik enorm ab. Treibende Klänge ertönen, wenn eure Ausdauer euch langsam verlässt und auch die Musikuntermalung beim Besichtigen der linearen Stadtruinen macht einiges her. Die englischen Synchronsprecher machen einen erstklassigen Job und bringen dadurch ein wenig verlorene Atmosphäre wieder.

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Infos

I Am Alive

I Am Alive

XBOX 360PlayStation 3
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Entwickler:
Ubisoft Shanghai
Publisher:
Ubisoft
Genre:
First-Person-Adventure
USK:
n/a
Release:
15.10.2010
Link:
XBOX 360

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