Dungeon Siege III - Vorschau
Dungeon-Crawler sind immer wieder willkommene Genrevertreter, bei denen man gerne mit ansieht, was die Entwickler an neuen Ideen mitbringen. Der Grund: Großartige Neuerungen gab es in dem Genre so gut wie nie in den letzten Jahren. Das dachte sich wohl auch Obsidian Entertainment und hat das Thema „Innovationen“ weit unten auf der Prioritätenliste angesiedelt. Wieso? Weshalb? Warum? Wir haben „Dungeon Siege 3“ bei Square Enix in Hamburg Probespielen dürfen.
Geschichte mit Moral
Das Geschehen dreht sich um einen von vier Protagonisten, den ihr zu Beginn des Spiels wählt. Jeder von ihnen erzählt eine eigene Geschichte. In der von uns angespielten Preview-Fassung stand uns lediglich Lucas, Sohn und Nachfahre der Zehnten Legion, zur Auswahl. Dieser outet sich als kühner Krieger, während die übrigen Charaktere laut den Entwicklern auf anderen Klassen, wie dem Magier, basieren werden. Lucas muss in die Fantasy-Welt Ehb hinausziehen, nachdem sein Orden samt Anhänger von einem unbekannten Bösewicht zerschlagen wurde. Das Unheil erleben wir hautnah mit, als uns auf den Weg zum Montbarron Estate machen, wo sich die Legion eigentlich für ein Treffen versammeln wollte. Als einer der wenigen Überlebenden schlüpfen wir in die Rolle von Lucas, um wieder Ruhe über das Königreich zu bringen.
Freilich, die Handlung wäre weit von einer Oscar-Nominierung für die innovativste Story nominiert, passt aber einfach ins „Dungeon Siege“-Universum.
Das Salz in der Suppe werden ohnehin die verschiedenen moralischen Entscheidungen sein, die ihr an den Tag legt. Trefft ihr auf einen neuen Charakter, zoomt das Geschehen heran, blickt euch über die Schulter und zeigt euer Gegenüber in einer frontalen Nahaufnahme - das erinnert an Genrekollegen wie „Mass Effect“ und „Dragon Age“. Der Verlauf der Handlung kann an solchen Stellen dank des Multiple-Choice-Konversationssystems aktiv mitbestimmt werden. Ob ihr einem dubiosen Magier freundlich oder argwöhnisch gegenübertretet, ist euch überlassen. Ihr braucht euch aber nicht zu wundern, wenn der Zauberer bei einer falschen Bemerkung eurerseits den Zauberstab zückt. Inwieweit derartige Entscheidungen Einfluss auf den Handlungsverlauf haben werden, ist noch nicht bekannt. Dafür war die spielbare Spielpassage schlichtweg zu kurz.
Von Entwicklerseite werden aber auf jeden Fall unterschiedliche Enden versprochen. Überall in der Welt von Ehb gibt es was zu erleben. Wie lange ihr für das Durchspielen benötigt, hängt von eurer Spielweise ab.

Folge ich stur der Hauptquest oder tue ich beispielsweise den Dorfbewohnern in Ravenhill den ein oder anderen Gefallen, in dem ich für sie böse Kreaturen jage, die die Siedlung bedrohen? Vielleicht steigert das ja mein Ansehen und sie zeigen sich zu einem späteren Zeitpunkt erkenntlich?
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schrieb am 14.02.2011
um 20:51
schrieb am 15.02.2011
um 19:34