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Vorschau - Der Sensenmann auf geheimer Mission

Darksiders 2 - Vorschau

Der Tod kommt meistens unerwartet und zu den unpassendsten Zeitpunkten. Man könnte glatt meinen, dass es dem Sensenmann an Fingerspitzengefühl mangelt, zumindest wenn man sämtliche Inkarnationen des Todes mit Ausnahme des Protagonisten von Darksiders 2 dazurechnet. Denn Tod ist im neuen Titel von THQ zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und das ist auch gut so. Wer soll denn sonst herausfinden, wer Krieg auf dem Kieker hat und sowohl auf der Erde als auch in der Unterwelt Unordnung stiftet, wenn nicht der verschlagenste der apokalyptischen Springreiter? Ob Tod eine Chance auf Erfolg hat, haben wir anhand der Präsentation von Darksiders 2 auf der diesjährigen gamescom genauer untersucht. Also, nichts wie ab unter die Erde!

Von Knochenherren und Arenakämpfern
Irgendetwas ist mächtig faul in der Unterwelt. Abgesehen von den üblichen katastrophalen Zuständen in den Seelenkäfigen, dem miesen Kantinenessen und dem schlechtesten Tariflohn zwischen Himmel und Hölle scheint sich eine Verschwörung größeren Ausmaßes anzubahnen. So müssen wir als Tod zeitgleich zur Semi-Apokalypse von Krieg, dem Protagonisten aus Darksiders, in der Unterwelt nach dem Rechten sehen. Wer hat das Beinahe-Ende aller Tage eingeleitet und noch viel wichtiger: warum hat niemand dem Herrn Tod ein Memo geschrieben? Verständlich, dass sich der übellaunige apokalyptische Reiter sofort auf seinen knochigen Gaul schwingt, um das Großreinemachen feierlich mit Enterhaken, Doppelsense und dem einen oder anderen Quentchen Magie einzuläuten. Erster Halt: der Eternal Throne, eine von zwei lindwurmähnlichen Getieren durch die gähnende Leere des Raumes geschleppte fliegende Festung. Kaum haben wir uns äußerst akrobatisch und elegant über die Zugtiere hin zur eigentlichen Festung gehangelt, stehen wir auch schon dem persönlichen Sekretär des Lord of Bones gegenüber. Dieser verlangt von uns, eine Arena aufzusuchen, in der ausgewählte Sterbliche um eine letzte Chance, dem Tod zu entrinnen, kämpfen dürfen. Dem wissenden Leser dürfte schon jetzt klar sein, dass es an uns ist, den Champion dieser Arena von dieser in die nächste, dann hoffentlich endgültige Nachwelt zu befördern.

Gut gespickt ist halb gewonnen
Auf dem Weg in die Arena erleben wir dann zum ersten Mal das Kampfsystem in Action, das sich jedoch nicht wirklich vom ersten Teil unterscheidet. In God of War-Manier schnetzeln wir uns durch Horden skelettierter Bösewichter, die wir fachgerecht und metzger-approved mit unserer Doppelsense zu Knochenmehl zerbröseln.

Bereits jetzt wird uns versichert, dass wir im fertigen Spiel aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Waffen wählen dürfen. Was es sowohl in der Preview-Version als auch in der finalen Verkaufversion zu bestaunen gibt, ist der mit dem Namen Ghost Hook versehene Enterhaken, der uns sowohl im Kampf gegen fiesere Feinde als auch in den Platforming-Abschnitten durchaus nützlich sein wird. Hier sieht man auch direkt, dass man sich auf altbekannte Tugenden konzentriert und das Gameplay gleichmäßig aus Puzzle-Einlagen, gezieltem Herumgehüpfe und wüstem Monster verkloppen zusammenschraubt. Dennoch soll es gerade in diesem Bereich einige Neuerungen geben. So werden wir erstmals in der Darksiders-Franchise Neben- und Extramissionen annehmen können, die uns zusätzliches Gold oder Erfahrung einbringen. Ersteres dürfen wir in hub-artigen Städten gegen Gegenstände wie Rüstungen oder Waffen eintauschen, während uns Letztere ermöglicht, den agilen Gevatter Tod mit neuen Skills und Fertigkeiten auszustatten. All das läuft über eine Reihe von NPCs ab, die im Vergleich zum Vorgänger jetzt eine tragende Rolle spielen sollen. Fans von actionlastigem Geprügel müssen nun aber keine Drohbriefe an die Entwickler aufsetzen oder die Mistgabeln aus der Scheune zerren, denn natürlich wird Darksiders 2 seinen Fokus weiterhin auf die Kämpfe gegen allerhand Getier setzen, wenn auch jetzt mit einer stärker ausgearbeiteten, dichteren Story unterfüttert.

Grafikupdate? Fehlanzeige!
Gerade die Einführung einer soliden Story dürfte dem Titel im Konkurrenzkampf der 3rd-Person-Titel einen Vorteil einbringen. Denn im grafischen Bereich hat sich im Vergleich zur Verwüstungsorgie von Krieg tatsächlich wenig getan. Klar, die gezeigte Version entspricht natürlich nicht dem geschniegelten und gestriegelten Produkt, das die glücklichen Käufer dann im örtlichen Elektromarkt von den Regalbrettern reißen können, aber die Unterschiede zum ersten Teil muss man optisch wirklich mit der Lupe suchen. Ob Darksiders 2 hier mit der Konkurrenz mithalten ist fraglich. Die Sounduntermalung ist dafür gewohnt stimmig und trägt zur Atmosphäre des Titels maßgeblich bei. Der schaurig-schöne Soundtrack zum gezeigten Spielabschnitt sorgt dann schon für den ein oder anderen wohligen Schauer im Nackenhaarbereich. Auch die Qualität der englischen Synchronsprecher ist tatsächlich durch die Bank gut. Ob die für die Lokalisierung zuständigen Damen und Herren auch bei Darksiders 2 in die gerne genutzte Kloake namens grottige deutsche Synchronisation greifen, bleibt abzuwarten.

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Infos

Darksiders 2

Darksiders 2

PCXBOX 360PlayStation 3
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Entwickler:
Vigil Games
Publisher:
THQ Entertainment
Genre:
Action-Adventure
USK:
16
Release:
17.08.2012
Link:
n/a
PC
ab 14,87 €
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