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Test - Willkommen in Antaloor

Two Worlds II - Test

Könnt ihr euch noch an den Zeitraum Herbst 2006 bis Frühjahr 2007 erinnern? Damals herrschte ein regelrechter Glaubenskrieg, als mit „Gothic 3“ und „Two Worlds“ zwei Kandidaten auf den Genrethron das Licht der Welt erblickten. Die Spielergemeinde war hin und her gerissen und einen klaren Sieger gab es nicht. In diesem Jahr wiederholt sich dieses Duell erneut, da nach „Arcania – Gothic 4“ nun auch „Two Worlds 2“ den Weg in die Händlerregale findet. Aber wird es in diesem Jahr einen neuen Genrekönig geben? Wir haben unsere Zeitmaschine beiseite gepackt, die Schwerter auf Hochglanz poliert und uns für euch in die Welt von „Two Worlds 2“ gestürzt. Ob die Mannen von Reality Pump dabei einen echten Sturm entfacht haben, der alle Zweifel davon weht oder sich hinter dem Titel nur ein laues Lüftchen verbirgt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Geschwister machen auch nur Ärger …
Die Geschichte von „Two Worlds 2“ knüpft fast nahtlos an die des Vorgängers an. Unsere Schwester Kyra konnte nicht aus den Fängen Gandohars befreit werden. Nein, es kommt sogar noch besser. Stattdessen finden wir uns in seinem Schloss, gefangen und angekettet, wieder. Kyra selbst ist nun komplett von einer dunklen Macht besessen, die kurz davor ist, Sordahon genug Kraft zu verleihen, die Welt zu beherrschen. Es sieht wahrlich nicht gut um uns aus, als wir auch noch in einen dreckigen Kerker gebracht werden, der alles andere als Gemütlichkeit ausstrahlt. Zum Glück erhalten wir unerwartete Hilfe von einer Ork-Befreiungstruppe. Von eben jenen grünhäutigen Wesen, die wir bis dato nur mit der Schwertspitze angefasst haben und deren Verachtung uns gegenüber jeden Konflikt im Nahen Osten in den Schatten stellt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Vorurteile hinten anzustellen und ihnen zu vertrauen.

Ein Schritt nach dem anderen

Nach einer kleinen Einleitungssequenz, in der uns der Anführer Rogdor, die äußerst attraktive Assassine Dar Pha und weitere Gehilfen vorgestellt werden, geht es auch schon gleich ins Abenteuer. In einem vorbildlichen Tutorial werden uns die grundlegenden Steuerungen beigebracht, während wir uns immer weiter den Weg von den Kerkern rauf in den Thronsaal bahnen.

Natürlich wird auch das Nahkampfsystem erklärt, als wir versuchen einen Teleporter zu aktivieren, der uns aus der misslichen Lage befreien soll. Mit einem simplen Knüppel bewaffnet, stellen wir uns gegen die heranstürmenden Wachen, wobei uns an dieser Stelle wirklich nur die Basics, bestehend aus Schlagen und Blocken, gezeigt werden. Nach der erfolgreichen Flucht finden wir uns auf einer abgelegen Insel wieder, auf der wir alle weiteren Kniffe und Techniken erlernen. Das Ganze wird dabei angenehm in die Storyline, die wir an dieser Stelle aber nicht weiter ausführen wollen, integriert und wir werden wirklich behutsam an die Komplexität herangeführt. Und Komplexität ist bei „Two Worlds 2“ keine Übertreibung! Alleine das Nahkampfsystem bietet mehr Möglichkeiten, als bei den meisten anderen Rollenspielen. Neben dem standardmäßigen Schlagen und Blocken gibt es auch noch die Möglichkeit, verschiedene Kombos zu starten oder Spezialangriff zu nutzen, mit deren Hilfe wir dem Gegner zum Beispiel Staub ins Gesicht werfen oder mit einem wuchtigen Drehschlag die Rüstung durchbrechen. Mit einem passenden Timing besteht sogar die Möglichkeit, einen Angriff direkt zu kontern und den Überraschungsmoment für sich zu nutzen. Als wäre das noch nicht genug, ist es auch noch entscheidend, welche Art von Waffe wir tragen. Es macht einen frappierenden Unterschied, ob wir einen Einhänder mit Schild, ein Zweihandschwert, ein stumpfe Waffe oder etwa zwei Einhänder gleichzeitig bei uns tragen. Aber nicht nur die Auswahl an sich ist entscheidend, sondern auch der Gegnertyp, den wir ins Nirvana schicken wollen. Jede Gegnerklasse hat andere Stärken und Schwächen, die nicht zu unterschätzen sind.



Während man mit einem klassischen Schwert durch Strauße, wie durch warme Butter schneidet, stellt sich das Ganze bei einem Kampf mit einer Riesenameise schon anders da. Dankt ihres Chitinpanzers entlocken ihr Schläge mit der polierten Klinge nur ein kurzes Wackeln mit den Fühlern, wohingegen ihr bei einem mächtigen Feuerzauber schnell das Krabbeln vergeht.

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Kommentare

17 Kommentar(e) bisher
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stefan-bowack
stefan-bowack
schrieb am 05.11.2010
um 19:28
Nach der Arcania Pleite genau das richtige RPG für den kalten Winter...;)
Tobi
Tobi
schrieb am 05.11.2010
um 19:33
Klasse Test!
kay
kay
schrieb am 05.11.2010
um 20:12
Will haben :(
Basti18
Basti18
schrieb am 06.11.2010
um 19:58
muss haben :)
pulseira
pulseira
schrieb am 07.11.2010
um 00:00
Geil, ich will auch! Dank der Engineoptimierung dürfte das sogar auf meiner Möhre flott laufen!
LtFossi
LtFossi
schrieb am 07.11.2010
um 12:30
Das klingt überzeugend. Ich glaub das liegt unterm Weihnachtsbaum. Hier LtFossi für Dich. Oh das aber nett LtFossi. Gern geschehen ^^
DasVolksradio
DasVolksradio
schrieb am 08.11.2010
um 01:31
Naja, bei all dem Hochjubeln, ich lese was man da so alles machen kann. Schon viel Zeug. Komplex wie es im Test steht. Hat schonmal jemand was gehört von weniger ist manchmal mehr? Hört sich alles sehr protzig an, ist die Frage ob man das braucht. Der Artikel ist soweit ok, fehlt mir persönlich etwas die Objektivität
tigger
tigger
schrieb am 08.11.2010
um 11:10
die objektivität ist meiner meinung nach gegeben. die positiven punkte werden anhand von beispielen verdeutlicht und es wird erklärt, warum diese aspekte einen solch positiven eindruck hinterlassen. und durch eine eingängige steuerung und intuitives gameplay ist es dann wohl kein problem, dass die spielwelt so groß ist. zudem ist es doch eine eindeutige tatsache, dass alle bislang erschienenden testberichte mindestens 90 gegeben haben.

scheint also ziemlich viele überzeugt zu haben ...
DasVolksradio
DasVolksradio
schrieb am 08.11.2010
um 13:51
Ich sach ja nich das das Game doof ist. Ich meine vor allem das weniger manchmal mehr ist. Wenn ich überfahren werde mit Möglichkeiten, dann ersticke ich aufgrund der tausend Dinge die man tun kann. =D Und 90Wertungen von Magazinen, naja das ist ein netter Hinweis, mehr aich nicht. Ist schließlich Presse und der sollte man nicht immer alles glauben, sagja nur Bild.
tigger
tigger
schrieb am 08.11.2010
um 14:15
Weniger kann mehr sein, aber im Falle von Two Worlds 2 wurde es aber so gut umgesetzt, dass du nie den Faden verlierst. Das Journal bietet dir die Möglichkeit theoretisch nur die Hauptquest zu spielen und dieser zu folgen, ohne dich zu verlaufen. Aber, da geb ich dir Recht, Two Worlds II ist ein Rollenspiel für rollenspieler. Genauso wie ein Call of Duty ein Ego-Shooter für Ego-Shooter-Spieler ist.
LtFossi
LtFossi
schrieb am 09.11.2010
um 20:26
@tigger: Wohl gesprochen. Wie bei Falout, entweder 15-20 Stunden nach dem Hauptquest oder als Entdecker mit 100 Stunden.
Basti18
Basti18
schrieb am 13.11.2010
um 23:33
ich hätte nie gedacht, dass das auf meinem PC flüssig läuft :)...sehr gutes Spiel
t0by
t0by
schrieb am 27.12.2010
um 12:33
Also ich kann ganz ehrlich die guten Bewertungen nicht verstehen. Die Story ist ja ganz schön gemacht... aber die Technik in dem Spiel? Naja... und das Craftingsystem ist doch auch ein Witz... die paar Kombinationen, die da funktionieren? Die Grafik finde ich im übrigen auch lange nicht so schön wie in Fallout New Vegas. Und letzteres läuft auf meinem PC jedenfalls in voller Einstellung flüssig, im Gegensatz zu Two Worlds 2 :).

PS: Das Update habe ich installiert ;-).
cutie
cutie
schrieb am 27.12.2010
um 12:51
Ich hab es jetzt mal auf der XBox gespielt... So ganz überzeugt bin ich noch nicht. Man hat recht häufig Verzögerungen. Bei schnellen Kameraschwenks verwischt die Grafik auch. Auch die Animationen lösen keine Jubelstürme aus... Keine Ahnung... Vielleicht hatte ich zuviel erwartet. Bin aber momentan eher ernüchtert.
St.Regan
St.Regan
schrieb am 27.12.2010
um 18:05
Stimme meinen Vorpostern zu, ich halte dieses Spiel auch für total überbewertet. Vieles ist too much und anderes funtzt nicht so wie es sollte. Also ich habe das Spiel irgendwann ausgemacht, weil es mir zu langatmig und auch unspannend wurde.
11daysleft
11daysleft
schrieb am 07.01.2011
um 03:09
So, habe Two Worlds 2 auf dem PC durch und bin ehrlich gesagt auch enttäuscht. Dass ich mehr auf mittelalterliches Fantasy stehe (à la Drakensang und Dragon Age) als auf diese elende Wüsten- und Dschungelwelten mit ihren Riesenskorpionen und Panthern ist vielleicht Geschmackssache, aber ein paar Aspekte sind einfach verhunzt. Das chaotische Questbuch etwa, das überdimensionale Inventar, die unübersichtliche Karte oder zahlreiche kleine Designpatzer (warum muss ich jedes Item einzeln verkaufen? Warum kann ich nicht 50 Manatränke auf einmal verkaufen? Und warum finde ich ein Level 46-Schwert, auch wenn ich nie Level 46 erreichen werde? Warum hat meine Ausrüstung angeblich 6 Steinslots, die ich nie im Leben vollbekomme?). Am Schlimmsten aber finde ich die vorgegaukelte Welt. Da freut man sich, nach der Savanne, dem Dschungel und dem Sumpf auf diesen großen Kontinent, und dann kann man dort schlichtweg nix erledigen. Wurde da irgendwas vergessen? Hab ich irgendetwas übersehen? Habs mit selbstgebrauten Tränken (500%ige Sprungkraft, 10 Minuten übers Wasser laufen) geschafft, einen Teil der Insel zu erkunden (auch wenn das Spiel mich automatisch neu positioniert, wenn ich zu weit vom Weg abkomme), und dort ist nix, rein gar nix! Nicht nur, dass Erkundungstouren durch verschlossene Dungeons nicht belohnt werden, ein Großteil der Welt ist einfach nur unnütz und sinnlos. Vom lächerlichen Endkampf, der nach all dem Charakter-Hochleveln nur ein blödes Minispiel ist, bei dem es Null auf meine Werte ankommt, und dem blöden Ende mal ganz abgesehen. Und um noch mal auf die Wüste und den Dschungel zu sprechen zu kommen: Dass ein Rollenspiel dann doch zu 90% aus Wüste und Dschungel (samt Asia-Flair) und einem Hauch Sumpf besteht, finde ich dann doch echt ärgerlich. Nicht ein einziger Wald...
tigger
tigger
schrieb am 07.01.2011
um 10:48
- du kannst deine manatränke auf einmal mit einem klick verkaufen oder aber einzelnd
- du benötigst - wie in jedem rollenspiel - die passenden skills um ein "hohes" schwert nutzen zu können. selbst wenn du den passenden level hast, benötigst du auch die passenden werte bei stärke und co
- du willst lieber westliche waldregionen? dann starte mal den multiplayermodus (den du auch alleine packen kannst, soviel ich weiß). da hast du deine gewünschte region
- war der endkampf bei dragon age anders? soviel ich weiß, war der sogar ganz genauso ... dort aber kein kritikpunkt
- der singleplayermodus besteht zudem aus savanne (eher afrikanisch angehaucht), wüste (arabisch angehaucht), dschungel (asiatisch), einer düsteren, dämonischen region, einer küstenregion und den sümpfen.
- den bereich den du als "unnütz" klassifizierst, kannst du im multiplayermodus (koop) erforschen.
- dass du im übrigen jedes item (nicht die anzahl derer, sondern die art) einzelnd verkaufen musst ist doch logisch und gängig. egal ob in fallout oder dragon age, in mass effect oder two worlds 2. wenn du items mit verschiedenen skills hast musst du die einzelnd verkaufen. hast du mehrere eines selben types (z.b. 61 starke manatränke) kannst du diese auf einmal verkaufen, ohne zeit aufwand mit einem einzigen klick. wo ist da das problem? ist doch bie jedem rollenspiel so.
- hm inwiefern ist das questbuch chaotisch? es ist in eine tree-struktur gefasst, die dankenswerter weise nach hauptquest und locations sortiert ist. du kannst also mit zwei klicks nur die quests angezeigt kriegen, die in deiner jetzigen region sind und nicht erfüllt wurden. zu jeder kriegst du noch eine beschreibung sowie mapmarkierung. besser gehts doch gar net!

Infos

Two Worlds II

Two Worlds II

PCXBOX 360PlayStation 3
WÄHLE DEINE VERSION
Entwickler:
Reality Pump
Publisher:
TopWare Entertainment GmbH
Genre:
Action-RPG
USK:
16
Release:
09.11.2010
Link:
PC
ab 17,99 €
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