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Test - Das Plastik-Event

Tony Hawk - RIDE - Test

Tony Hawk’s Skateboarding ist das Skater-Gaming-Paradise seit Ende der Neunziger. Vom anfänglichen Pro Skater bis zum letzterscheinenden Extremsporttitel Proving Ground, konnte sich jeder Skate- und Sportfan am heimischen Bildschirm austoben. Mit unserem Gamepad vollführten wir die waghalsigsten Tricks, sorgten für Style auf dem Board und verbachten dadurch unzählige Stunden an der Konsole oder am PC, um die Welt mit Grabs, Manuals oder Ollies zu bepflastern. Nun steht mit Tony Hawk: Ride der neuste Teil dieser Skate-Reihe in den Verkaufsregalen und verspricht mit einer Innovation neuen Spielspaß. Das heißt, dass wir unser Gamepad zur Seite legen, unseren Hintern von der Couch bewegen und auf einen kabellosen Skateboard-Controller steigen. Ob das Plastikbrett Kurzweil als auch ein jungfräuliches Maß an Authentizität bieten kann, oder ob wir damit auf die Schnauze fallen, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Aller Anfang ist leicht
Wie in jedem Hawk-Titel, starten wir als potenzieller Nachwuchsstar am Board in den Karriere-Modus. Hier hängen wir mit Tony als auch seinen Skateberühmtheiten, wie Rodney Mullen, ab und erstellen selbstverständlich im allseits beliebten Charaktereditor unseren Rollbrettfahrer. Natürlich können wir diesen von der Frisur bis zum Tattoo aufstylen. Weiteren Schmuck, Boards und Kleidungsstücke schalten wir im Spiel als Belohnung für gemeisterte Herausforderungen frei.
Von Tokyo bis Los Angeles bieten sechs Städte je vier Skateparks, die wir alle zu meistern haben. Zwischendurch schließen wir dann die bereits erwähnten Herausforderungen ab, die weitere Parks, Skateprofis und Videos freischalten. Tony Hawk: Ride stellt für uns insgesamt wieder alle bekannten Modi zur Verfügung, ob alleine oder mit Freunden. Die Langzeitmotivation und Unterhaltung ist demnach auch wieder gegeben, wenn wir über den Asphalt der Parks und Städte rollen. Des Weiteren müssen wir im Trick-Modus zeigen, wie geil wir doch sind. Durch fesselnde Action in Form von Sprüngen, Tricks und anderer Akrobatik, steigern wir unsere Style-Anzeige. Haben wir diese gefüllt, leuchtet unser Protagonist auf dem Board, das Spiel geht in die Zeitlupe und wir verdoppeln in dieser Phase unsere Punkte. Neu hingegen ist der Speed-Modus, wobei der Name schon eigentlich alles verrät, worum es in diesem Modus geht. Wir müssen von der einen zur anderen Seite des Parks kommen und dies so schnell wie möglich. Natürlich sind genügend Hindernisse vorhanden, die uns das Unterfangen erschweren sollen. Spaßig ist vor allem, dass wir die Events auch mit einem Freund zusammen spielen können, und wir dabei im Wechsel fahren. Insgesamt aber bekommen wir viel Altbekanntes sowie ein paar Neuerungen geboten und man fühlt sich glücklicherweise so, als wenn man dieses Game schon ewig und drei Tage in seiner Konsole hängen hat.

Das Plastik-Event
Kommen wir nun zum Kern des Ganzen, dem kabellosen Skateboard-Controller. Fangen wir mit dem Positiven an. Seither werden wir, mit ein paar wenigen Ausnahmen, von der Tony Hawk-Reihe unterhalten. Auch hier ist dies durch den Austausch des Gamepads mit dem gut verarbeiteten Plastik-Skateboard gelungen. Das, was versprochen wurde, ist eingehalten worden. Denn der Controller lässt definitiv ein amüsantes Skate-Erlebnis aufkommen, das wirklich jedem Rollenhengst den geforderten Spaß bringen sollte. So weit, so gut! Mit ein wenig Übung bekommen wir Ollies und Grabs ganz gut auf die Reihe. Dabei reagieren die Sensoren im Skateboard auf unsere Bewegungen. Dass wir mit dem Plastikteil nicht durch das Wohnzimmer hopsen, als wenn wir ein richtiges Rollbrett unter unseren Füßen haben, versteht sich natürlich von selbst.
Wir wenden und bewegen uns nach links oder rechts mit dem Board, indem wir uns in die gewollte Richtung lehnen. Wer keinen Gleichgewichtssinn hat, sollte schon mal fleißig darauf trainieren, denn ansonsten schwankt ihr vom Brett. Das Beschleunigen gestaltet sich recht einfach. Hier nehmen die seitlich angebrachten Sensoren das Gleiten unseres Schwungfußes auf. Tricks wie Ollies und Manuals vollbringen wir, indem wir die Spitze des Skateboards anheben. Für schwere Tricks müssen wir schon das eine oder andere Mal das Spielgerät kippen oder ein Stück weit drehen. Dies bedarf sicherlich einiges an Übung. Vor allem für Spieler, die noch nie auf einem echten Brett mit Rollen gestanden haben, werden die Stunden der Übung um einiges höher ausfallen, als bei jenen, die dies schon aus der Praxis kennen. An den gut gemachten Tutorial-Videos wird aber niemand vorbeikommen. Wer danach immer noch Probleme hat, kann sich im Casual-Modus an den Controller gewöhnen, denn hier können wir uns zurücklehnen, denn wir fahren auf einer gelben Linie durch den  Level. Um so höher wir im Schwierigkeitsgrad steigen, desto realer werden die Aktionen auf dem Board. Was anfangs noch echt Spaß bringt, wird mit höheren Anforderungen schon einmal schnell zur Geduldsprobe. Denn im Fahren schwierige Tricks abzuliefern, ist schon recht bockig. Wer hier keine Ausdauer beim Üben hat, wird schnell gefrustet sein. Besonders bei den Tricks müssen wir sehr penibel agieren, damit unsere Spielfigur auf dem Bildschirm auch das umsetzt, was wir gerne tun würden. In diesen Passagen wirkt der Controller eben noch nicht ausgereift und es mangelt an der richtigen Umsetzung. Was ebenfalls mehr als negativ in den Fokus rutscht, ist der Preis von mittlerweile über 90 Euro. Dies sind halt Preise, die unsere jüngeren Gamer sehr schlecht vom Taschengeld bezahlen können, nur um sich ein Plastikboard ins Kinderzimmer zu stellen!

Tony-Technik
Tony Hawk: Ride ist grafisch absolut solide umgesetzt worden, auch wenn das eine oder andere Gebiet recht steril wirkt. Farbenfroh ist dennoch jede Stadt, jeder Park und jeder Charakter. Ebenfalls die Animationen der Skater sehen geschmeidig aus und haben den realen Coolnessfaktor. Wenn unser Fahrer auf dem Bildschirm, jetzt noch zu jeder Zeit, die selben Bewegungen hinbekommen würde, die wir hampelnd auf dem Controller vollführen, wäre die authentische Verbindung zum Spiel hergestellt. Diese lässt sich aber im Jahre 2009, oder zumindest in diesem Spiel nicht herstellen. Wirklich nervig sind die vereinzelten Grafikfehler sowie die überaus langen Ladezeiten. Der Soundtrack des Games lässt dafür mal wieder keine Wünsche offen. Punk, Rock und Alternative sind die Genres, die der Szene und dieser Reihe das benötigte Flair geben.

 

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Kommentare

5 Kommentar(e) bisher
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kay
kay
schrieb am 03.01.1970
um 06:11
Die relativ gute Wertung überrascht mich jetzt schon, habe es für viel schlechter gehalten.
stefan-bowack
stefan-bowack
schrieb am 03.01.1970
um 06:20
In der Werbung sah es nicht schlecht aus... aber so...naja
t0by
t0by
schrieb am 03.01.1970
um 06:58
Naja ich hab so das gefühl, dass die Tony Hawk Serie seit dem 2. Teil stark abbaut.
kay
kay
schrieb am 03.01.1970
um 07:19
Das stimmt wohl, t0by, wobei ich Teil drei auch noch ganz in Ordnung fand, aber mit Teil vier hat es sich dann ausgeskatet mit Herrn Hawk. Schade eigentlich.
pulseira
pulseira
schrieb am 03.01.1970
um 08:28
Tut den faulen Zockern ganz gut sich mal n bisschen zu bewegen. :P Dass dieser Bewegungskram Spaß machen kann sieht man doch schon bei den ganzen Wii-Titeln.

Infos

Tony Hawk - RIDE

Tony Hawk - RIDE

XBOX 360PlayStation 3Wii
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Entwickler:
Rockstar Games
Publisher:
Activision
Genre:
Sportsimulation
USK:
ab 0
Release:
23.11.2009
Link:
XBOX 360
ab 21,80 €
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