Tiger Woods PGA Tour 11 - Test
Mit dieser Serie ist Electronic Arts wirklich der ganz große Wurf gelungen. Während es sehr einfach nachzuvollziehen ist, dass Fußball, Basketball, American Football, Eishockey oder Baseball jedes Jahr für riesige Umsätze sorgen, hat man mit einer Golfsimulation sicherlich im ersten Schritt keine Berührungspunkte. Denn Hand aufs Herz, wer schwingt schon im realen Leben den Schläger? Doch dank geschickter Public Relations Maßnahmen und dem Ausnahmetalent Tiger Woods auf dem Cover ist EA der große Coup gelungen. Dank intuitiver Steuerung und sehr guter Ballphysik bekommen Hobbygolfer einen kleinen Einblick in den Elitesport. Ganz ohne horrende Mitgliedszahlungen. Eins können wir schon vorwegsagen, der Hersteller hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert und braucht sich in diesem Genre keinerlei Sorgen machen, vom Thron gestoßen zuwerden. Die einzige Frage, die sich den Käufern wie in jedem Jahr stellt, reichen die Neuerungen aus, um sich die neue Version zuzulegen?
Was das Spiel nach wie vor hat, sind zum einen die namensgebende PGA-Tour Lizenz. Zum anderen viele unterschiedliche Kurse und zahlreiche Spielmodi. Originalspieler und Ausstatter gehören ebenfalls zum guten Ton. Auch der Multiplayermodus funktioniert vorzüglich und ist eines der Aushängeschilder der Reihe. Unterm Strich wurden dem Titel vier große Neuerungen spendiert, auf die wir kurz eingehen wollen. Zum einen dürfen wir zum ersten Mal beim legendären Ryder Cup antreten. Im Gegensatz zu normalen Turnieren tretet ihr dort in Teams gegeneinander an, um den besten Score zu erreichen. Als Zweites möchten wir schon einmal darauf hinweisen, dass sich „Tiger Woods PGA Tour“ mit PlayStation Move steuern lassen wird, auch wenn die Hardware noch nicht erhältlich ist, auf jeden Fall ein weiterer Grund zur Vorfreude. Die zwei weiteren neuen Features sind der Focus und True-Aim Modus. Beim zuerst Genannten, könnt ihr Focus-Energie verwenden und damit Einfluss auf den Spin oder die Schlagstärke nehmen.
Dies kann sehr hilfreich sein, muss aber in Maßen benutzt werden, da die Energie nur begrenzt zur Verfügung steht. Im True-Aim Modus sieht es plötzlich sehr kahl auf dem Bildschirm aus. Frei nachdem Motto „Back to the Roots“ wird auf einen Großteil der der Bildschirmanzeigen verzichtet und ihr seht im Grunde nur noch euren Golfer. Dies ist auf jeden Fall eine große Herausforderung, an der Profis eine Menge Spaß haben werden.
Leider nichts Neues
An dieser Stelle muss einmal ein kleiner Rüffel ausgesprochen werden. Im direkten Vergleich sieht man grafisch so gut wie gar keinen Unterschied zur Vorjahresversion. Wenn man bedenkt, wie sehr EA immer darum bemüht ist, bei FIFA und anderen Serien die Präsentation auf einen neuen Level zu bringen, scheint hier keinerlei Arbeit eingeflossen zu sein. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Grafik schlecht ist, es wäre aber mehr drin gewesen. Die Animationen sind sehr flüssig und die Bewegungen der Golfer sehen gut aus. Die Kurse unterscheiden sich durch kleine charakteristische Merkmale und sorgen für Abwechslung. Die Präsentation des Spielgerätes ist eine der Stärken des Titels. Zusammen mit dem Equipment sieht man, wie detailliert EA hier gearbeitet hat. Die Unterschiede an den Schlägern nimmt man selbst als Laie war.

Stimmige Atmosphäre
Das man bei einer Golfsimulation nicht mit allzu ausufernden Klängen rechnen sollte ist klar. Das Spiel überzeugt durch eine gute, nicht nervende Hintergrundmusik. Die Soundeffekte klingen realistisch und überzeugen auf ganzer Linie. Bei der Synchronisation wurde, wie jedes Jahr, ein bisschen geschludert. Sprache und Text kommen in Englisch daher. Das ist kein Beinbruch, aber eine deutsche Synchro wäre sicherlich kein allzu großer Akt gewesen. Die Begeisterung der klatschenden und jubelnden Fans motivieren ungemein.
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schrieb am 23.07.2010
um 15:21
schrieb am 23.07.2010
um 17:14