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Test - Leckerer Fleischklops!

Super Meat Boy - Ultra Edition - Test

Der Fleischklops namens Meat Boy darf, nachdem er sich seinen Weg als Download-Titel von den Konsolen über Steam gebahnt hat, jetzt auch endlich, frisch verpackt, im Händlerregal stehen. Das simple aber beinharte Jump’n’Run „Super Meat Boy“ kommt seit Ende April als Ultra Edition daher und möchte nun auch das Herz des allerletzten Retrogamers im Sturm erobern. Bereits über 600.000 Spieler haben den sympathischen Helden durch wahnwitzige Levels geschubst und sehr wahrscheinlich auch des Öfteren die Tischplatte dabei zerkaut. Seit gefühlten Jahrzehnten gab es kein Spiel mehr, das dem Spieler die Schweißperlen vor lauter Extremherausforderungen auf die Stirn zwingt. Doch für die unermüdliche und vor Kampfesstolz strotzende iamgamer-Redaktion kein Problem. Wir sind durch die fiesen Kurzabschnitte von „Super Meat Boy“ gesprungen, gehüpft und gerannt – sind unzählige Tode gestorben und verraten euch in unserem Test, ob ihr euch das auch antun wollt!

Super Mario lässt grüßen
Die Freundin der Titelperson wird von einem traurigen und unausgefüllten Widersacher immer und immer wieder entführt, nur damit sich der entsprechende Hauptakteur auf den Weg macht, um sie zu retten? Die Geschichte von „Super Meat Boy“ ist wohl nicht die originellste, eigentlich ist sie sogar ziemlich dreist kopiert, doch das lässt sich durchaus verschmerzen, geht es doch in Jump’n’Run-Spielen eher weniger um den Unterhaltungswert der Story.
In diesem Fall spielt ihr aber keinen dicken, kleinen Italiano-Klempner, sondern dirigiert ein Stück Fleisch. Ein Fleischstück, das in ein mit Pflastern übersätes Mädchen namens Bandage Girl verknallt ist. Dr. Fetus, ein Fötus im Roboterkostüm, ist neidisch und wird in den liebevollen Zwischensequenzen dramatisch als Antagonist präsentiert, der die große Liebe von Meat Boy entführt.

Blutig, Blutiger, Super Meat Boy
Dass die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) den grünen Ab-12-Aufkleber für dieses Spiel zückt ist doch verwunderlich. Schließlich spritzt und fließt das Blut literweise und das quer durch alle Levels.

Meat Boy, der ein besonders rohes Steak zu sein scheint, benutzt seine natürliche Blutspur als leichten Kleber, um sich an den Wänden entlang gleiten zu lassen. Nur eine von insgesamt vier Fähigkeiten, die der Fleischkubus nutzt, um sich der tödlichen Fallen des Dr. Fetus zu erwehren. Rennen und Springen gehören auch noch zum Repertoire. Beides in Kombination ergibt einen sehr weiten Sprung, der auch die letzte Ecke in „Super Meat Boy“ erreichbar macht. Die Steuerung geht dabei flüssig von der Hand und vermittelt stets das Gefühl der vollständigen Kontrolle - allerdings nur dann, wenn man ein Gamepad sein Eigen nennt. Die Tastatureingaben laden eher zum Verkrampfen ein, weswegen dringend ein Spielecontroller verwendet werden sollte.

Ein Freund, ein guter Freund
Sage und schreibe über 300 Levels bietet das Basisprogramm für den frustresistenten Spieler. Unendlich viele Kreissägen, zusammenstürzende Untergründe sowie rostige Nadeln muss der Fleischklumpen überstehen. Doch muss er dies nicht alleine, um die Rettungsmission zum Erfolg zu führen. In Hülle und Fülle stehen der Hauptperson Freunde, welche aus berühmten Indiespielen entliehen sind, zur Seite. Diese müssen durch die in den Levels erbeuteten Pflaster freigeschaltet werden und helfen durch einzigartige Fähigkeiten, an für Meat Boy unzugängliche Orte zu gelangen. Der Wiederspielwert steigert sich dadurch enorm. Jill Mighty lässt sich durch mehrmaliges Drücken der Sprungtaste elegant durch die Luft gleiten, während Mr. Minecraft, auch Steve genannt, sich einfach Klötzchen in die Landschaft haut. Insgesamt stehen dem Fleischberg 15 weitere Charaktere bei.

Sollte die ultimative Herausforderung in den Ebenen für euch nicht dabei gewesen sein, so hat „Super Meat Boy“ die Dark World in petto. Sobald ihr ein Level in der vom Entwicklerteam „Team Meat“ vorgegeben Zeit schafft, werdet ihr mit einem A+ prämiert. Als wenn das nicht schon schön genug wäre, dürft ihr euch sodann in die nochmals schwierige Fassung des Abschnitts wagen.

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Kommentare

3 Kommentar(e) bisher
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kakrafoon
kakrafoon
schrieb am 12.05.2011
um 15:19
Ich saß ja neben Dir, als Du das Spiel geunboxt und die ersten paar Levels ausprobiert hast... Respekt, Du bist nicht zwischendurch zum Vegetarier geworden, sondern hast Dich durchgekämpft und einen Supertest abgeliefert. 10 Fleischpunkte!
tigger
tigger
schrieb am 12.05.2011
um 18:27
Ich muss sagen, genau auf sowas hab ich eigentlich gewartet. Ein Game was fordert, aber fair genug it und abwechslungsreiche Sprungpassagen bereithält. Find auch die Grafik irgendwie richtig schnieke.. :)
Tobi
Tobi
schrieb am 13.05.2011
um 23:07
Bitte mehr von solchen Spielen :) Endlich mal wieder etwas Innovatives, ohne aufgemotze Grafik für High-End-Rechner.

Infos

Super Meat Boy - Ultra Edition

Super Meat Boy - Ultra Edition

PC
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Entwickler:
n/a
Publisher:
HeadUp Games
Genre:
Jump'n'Run
USK:
12
Release:
28.04.2011
Link:
PC
ab 4,50 €
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