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Test - Rollenspiel mit effektiven Neuerungen?

Mass Effect - Test

Was erhält man, wenn man einen kreativen Autor und eine erfolgreiche Spieleschmiede in einen Raum sperrt? Vermutlich Bestseller-Rollenspiele wie Neverwinter Nights, Knights of the Old Republic oder Jade Empire. Nach dem Star Wars Rollenspiel schickt uns BioWare abermals ins All und zwar mit Mass Effect. Ob das Weltraum-Abenteuer rund um eine Bedrohung durch künstliche Intelligenzen überzeugen kann? Lest unseren Testbericht.

Commander als Massenprodukt

Nehmen wir einmal an, die Menschen hätten im 22. Jahrhundert eine außerirdische Technologie auf dem Mars entdeckt, mit deren Hilfe Reisen zu entfernten Sternen möglich wären. Diese Technologie, mit der die Menschen gigantische Schlachtschiffe und Partikelwaffen herstellten, gehörte einst den Protheanern. Die protheanische Rasse ist fünfzigtausend Jahre zuvor von einer bösartigen Alienrasse, den Reapern, ausgelöscht worden. Die einzigen Hinterlassenschaften sind die Masseportale und die Citadel, eine gigantische Raumstation und Sitz des galaktischen Rates. Jetzt droht mit den Geth und dem Turianer Saren eine erneute Bedrohung ähnlichen Ausmaßes und nur unser Held kann sie abwenden. Dumm nur, dass beim Erstkontakt zwischen Menschen und Turianern ein Krieg ausgelöst wurde, der auf Seiten der Turianer zahlreiche Opfer forderte. Trotzdem wurden die Menschen in die große galaktische Familie aufgenommen. Logisch also, dass diese Spezies nicht besonders gut auf die Menschen zu sprechen ist.

Bevor wir uns jedoch ins Abenteuer stürzen dürfen, muss unser Held, der auf den Namen Shepard hört, natürlich erst einmal erschaffen werden. Bei der Charaktererstellung müssen Vorname, Vergangenheit, Geschlecht, Aussehen und Klasse bestimmt werden. Bei den Klassen gibt es im Grunde nur zwei, die, kombiniert, weitere ergeben. Die Soldaten sind, wie der Name schon sagt, reine Kampfmaschinen, die sich auf ihre Feuerkraft verlassen. Die Experten hingegen sind Personen mit biotischen Fähigkeiten. Biotik kann man mit der Rollenspiel-üblichen Magie oder auch „der Macht" aus Star Wars vergleichen. So lassen sich per Knopfdruck Feinde in die Luft heben, wegstoßen oder ihre Schilde deaktivieren. In der PC-Version hilft uns dabei eine Schnellauswahlleiste, auf der Xbox 360 müssen wir auf ein Kreismenü zurückgreifen. Wem die Erstellung des Charakters allerdings zu langwierig ist, kann auch einfach mit einem
vorgefertigten Shepard in den Kampf ziehen und es ordentlich „sheparn" lassen.

Ist alles vorbereitet, fängt das Spiel nach einer kleinen Ladezeit sofort an und zwar mit einer hübschen Zwischen Zwischensequenz.
Während Shepard, frisch zum Commander ernannt, an Bord der SSV Normandy aus dem Fenster schaut und die Sterne bewundert, diskutieren Captain David Anderson, Botschafter Udina und der turianische Spectre Nihilus über Shepards Vergangenheit. Ihr Entschluss steht fest, Shepard ist der perfekte Mann bzw. die perfekte Frau für den Job das Universum zu schützen. Aufgrund des Erstkontakt-Krieges sind die Menschen Außenseiter in der Galaxis und versuchen sich nach oben zu kämpfen, natürlich stets nur mit Diplomatie. Wie bereits erwähnt, sind einige Turianer nicht besonders gut auf die Menschen zu sprechen und so schmecken ihnen die jüngsten Entwicklungen gar nicht. Einer dieser vielen ist Mass Effects Antagonist Saren Arterius.
Saren verachtet die Menschen, weil sein Bruder im Erstkontakt-Krieg gefallen ist. Er ist wie Nihilus ein Spectre, Kurzform von "Special Tactics and Reconnaissance", die Agenten des Rates sind. Spectre-Agenten stellen ihre eigenen Regeln auf und sind niemandem Rechenschaft schuldig. Saren kennt nur zwei Regeln. Erstens, er tötet niemanden grundlos. Zweitens, es gibt immer einen Grund jemanden zu töten.

Zusammen mit Nihilus sollen Shepard und sein Team auf der Allianz-Kolonie Eden Prime einen Sender sicherstellen. Das Besondere an dem Sender ist, dass es sich um protheanische Technologie zu handeln scheint. Das Verzwickte an der Situation: der Planet wird angegriffen. Das einstige Paradies hat sich in ein Inferno verwandelt, durch das sich Shepard und Kameraden kämpfen müssen. Womit das Team nicht rechnet: Saren ist auch hinter dem Sender her. Kaltblütig ermordet er Nihilus und lässt seine Geth-Armee Sprengsätze legen, um die sich Shepard kümmern muss, während ihm seine Kameraden den Rücken freihalten.

Ob er erfolgreich ist, hängt von uns ab.

 

Die protheanische Rasse ist fünfzigtausend Jahre zuvor von einer bösartigen Alienrasse (...) ausgelöscht worden.

 

Gameplay en masse
Obwohl Mass Effect wie ein reinrassiges Actionspiel aussieht, täuscht der Ersteindruck gewaltig, denn Shepards Mission beschränkt sich nicht nur aufs Ballern und Bluten, auch wenn das einen Großteil seiner Tätigkeit als Marine ausmacht. Zu den tiefen Einschusslöchern kommen noch hervorragend geschriebene Dialoge hinzu. Eine Item-Hatz ist Mass Effect jedoch nicht. Zwar sammeln sich mit der Zeit einige nutzlose und auch doppelte Gegenstände in unserem Inventar an, aber die können wir mit wenigen Knöpfen verkaufen oder in Universalgel umwandeln, das unteranderem für die Reparatur des Makos, einer Art Geländepanzer der Allianz, verwendet werden kann.

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Infos

Mass Effect

Mass Effect

PCXBOX 360
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Entwickler:
BioWare
Publisher:
Electronic Arts
Genre:
Action-RPG
USK:
16
Release:
05.06.2008
Link:
PC
ab 65,00 €
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