Mafia II - Test
Aus der Schreibtischlampe flimmert nur zerstreutes Licht, das den schummrigen Raum nicht weiter aufhellt. Vito sitzt mit einem Fotoalbum und einem Glas Scotch an einem alten, dreckigen Holztisch und berichtet aus bereits vergangenen Zeiten. 15 vergangene Tage, um genau zu sein und wir dürfen diese durch seine Augen miterleben.
So beginnt die Geschichte des neuesten Werkes aus dem Hause 2kCzech und gibt damit den Auftakt zu einer weiteren spannenden Episode aus dem Leben eines Mitglieds der Cosa Nostra. Fragt sich nur noch, wie es um den Rest, des so über allen Maßen gehypten Spiels, bestellt ist. Können die Tschechen dem Druck standhalten, den ersten Teil des Spiels zu übertrumpfen?
Vito Scaletta ist der Hauptakteur in diesem filmisch inszenierten Drama. Um nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten zu müssen, der als Hafenarbeiter sein Geld mit harter Arbeit verdiente, sucht er Anschluss an die „Familie“. Er gerät immer tiefer in dubiose Kreise aus Machtgier, Geld, Frauen, Gewalt, Drogen und ähnlich profanen Dingen des Mafialebens.
Vito ist ein Sohn sizilianischer Eltern, die sich angesichts des nahenden Zweiten Weltkrieges nach Amerika absetzen. Der amerikanische Traum wartet, doch soweit kommt es nicht. Der Vater der Familie rackert sich den Buckel mit ehrlicher Arbeit krumm, ohne dafür entsprechend entlohnt zu werden. Seinen Frust ertränkt er im Alkohol, und seinen Lieben gegenüber wird er handgreiflich. Nicht gerade die besten Voraussetzungen. Die schiefe Bahn scheint für den kleinen Vito bereits vorprogrammiert. Schon in früher Kindheit sind er und sein bester Freund Joe Barbaro immer wieder in zweifelhafte Aktionen verwickelt. Als sie als Erwachsene ein Juweliergeschäft überfallen, wird unser Alter Ego Vito geschnappt und soll ins Gefängnis. Doch in Kriegszeiten werden Verbrecher nicht für einen Aufenthalt hinter schwedische Gardinen verfrachtet, sondern schlichtweg an die Front geschickt.
Tutorial
Und ab hier übernehmen wir erstmal das Pad und steuern unseren Charakter durch die italienischen Kriegsgebiete. Diese Mission wird somit als Tutorial benutzt, bei dem wir die Eingaben und Deckungsmöglichkeiten näher erläutert bekommen.
Bereits hier erleben wir eine sehr ansprechende Grafik und authentisch wummernde Waffen- und Umgebungssounds. Es kommt aber, wie es kommen muss: Wir werden verwundet und bekommen Urlaub, um unsere Verletzungen zu kurieren. Joe, unser alter Freund, hat schon erste Kontakte zu einer der hiesigen Mafiafamilien geknüpft. Per Telefonanruf regelt er, dass wir eben nicht mehr an die Front müssen und nunmehr unseren Alltag in Empire Bay genießen können.
Allerdings erwarten uns zu Hause bei Vitos Mutter und Schwester nur Probleme. Der Vater ist inzwischen tot und hat einen ordentlichen Berg an Schulden hinterlassen. Ordentlich, aber nicht unüberwindbar für einen Vito Scaletta mit einer fragwürdigen Einstellung zu Moral als solcher. Die Kohle für die Geldhaie ist schnell aufgetrieben. Jetzt beginnt der richtige Spaß am Leben.

Denn man könnte zwar davon ausgehen, dass unsere zentrale Gestalt ein Mafioso wider Willen wird, dem ist aber nicht so. Vito hat ganz klar das Ziel, ein Mitglied der Familie zu werden.
Wie im Film
Dass diese Vorgeschichte natürlich in exzellenten Zwischensequenzen präsentiert wird, steht dabei außer Frage, konnten wir diese doch schon in diversen Filmschnipseln erahnen. Die Stimmung war dort bereits gut und potenziert sich im fertigen Spiel ins Unermessliche. Genial, wie die Gefühlslagen durch beeindruckende Gestik und Mimik der mitspielenden Charaktere zum Ausdruck gebracht werden. Wir lehnen uns immer wieder gerne bei jeder Cutscene gemütlich zurück und lauschen den hervorragenden Synchronstimmen der Haupt- und Nebendarsteller. Es ist beständig wahrzunehmen, wie gekonnt die Charaktere ihre Positionen einnehmen. Zum Beispiel werden Joe und Vito von ihrem Auftraggeber Henry in eine Bar zitiert, um dort ihre nächsten Anweisungen zu erhalten. Joe und Vito stehen hierbei in der Hierarchieebene ganz unten. Henry bekommt seine Befehle wiederum von seinem Chef, der ihn wüst beschimpft und ihm rät, es besser nicht zu vermasseln.
Kommentare
Infos






schrieb am 09.09.2010
um 11:48
Storybedingt musste ich einen "netten Kerl" auf der Straße K.O. prügeln, woraufhin einige Passanten ankamen und sich um den Herren am Boden kümmerten. Man hörte nur "Oh mein Gott, er ist tot." Ein anderer Kerl in einem schicken Mantel schaute mich grimmig an und hielt eine Pistole in der Hand. Dummerweise kam gerade die Polizei vorbei und wollte ihn natürlich verhaften. Er steckte also seine Waffe weg und ging auf die Knie, mit erhobenen Händen. Ich zog meine Waffe, erschoss einen Polizisten, was 'Herr Mantel' nutzte, um aufzustehen und wegzulaufen. Leider wurde er von dem zweiten Polizisten mit einer Kugel in den Rücken erledigt, bevor ich den Gesetzeshüter ausschalten konnte.
Das hat sich alles innerhalb von wenigen Sekunden abgespielt und wirkte verdammt filmreif und war dennoch eine absolute Zufallbegegnung. Alleine wegen solcher Szenen gefällt mir Mafia II um Längen besser als der "Genrekönig" GTA IV, denn seien wir ehrlich: GTA IV hat viel zu bieten, aber wer möchte schlecht programmierte Minispiele spielen?
schrieb am 09.09.2010
um 12:09
Ich empfinde ebenso. Mafia machte mir von anfang mehr Spass als GTA. Das liegt allerdings darin, dass es für mich zwei unterschiedliche Spiele sind! GTA will das du dich im Open-World-Sandkasten aber mal so richtig austobst; Mafia bietet dafür mehr intensive Spielmomente.
schrieb am 09.09.2010
um 13:58
schrieb am 09.09.2010
um 14:13
schrieb am 09.09.2010
um 17:42
Das Spiel ansich ist Klasse, mit ein paar Punkten abzug durch die bereits im Artikel genannten Kontras!
Bin dennoch begiestert mir macht es richtig Spaß!
schrieb am 09.09.2010
um 18:21
jedoch kommt es leider nicht ganz an Teil 1 heran.
Echt gelungener test,klasse geschrieben
schrieb am 09.09.2010
um 19:56
was mir an Mafia 2 noch so ins Auge und Ohr stieß :
Als ich die erste Mission im WWII spielte musste ich direkt an Battlefield 2 "Singleplayer-Kampagne" denken *g*.
Ich muss auch nochmal betonen, dass mir die Synchronstimmen sehr gut gefallen habe.
Gerade weil auch viele aus der Pate stammen hebte sehr die Stimmung.
Vor allem die Stimme von "Eddie Scarpa" synchronisiert von Ekkehardt Belle, bekannt durch die deut. Synchron. Stimme von Steven Seagal oder ebenfalls aus HellBoy (Ron Perlman) gefiel mir sehr gut.
Als nächstes kommt für mich das DLC Jimmy's Vendetta dran.
Ich bin bestimmt auch einer der wirklich wenigen die den ersten Teil nie gespielt haben. (hatte damals einen schlechten Rechner :-( .
Muss dies auch auf jeden Fall nachholen.
Zur "open World" Thematik wurde ja auch schon so gut wie alles gesagt.
Ich finde es nicht schlecht das dieses Game mal einen "neuen" weg angelegt hat.
Es ist halt kein GTA und das ist auch gut so!
schrieb am 09.09.2010
um 20:25
schrieb am 09.09.2010
um 23:19
Aber nochmal von mir zur Openworld: Ich fand die Idee genial, dass man durch die Missionen "zwangsgezogen" wird, aber irgendwo fand ichs auch schade, dass man danach nicht mehr mit Miniaufgaben ect. weitermachen könnte in einem freien EB...
schrieb am 13.09.2010
um 22:48
schrieb am 19.09.2010
um 16:28
Find das Spiel einfach genial.Das Design,abwechslungsreiche Missionen,Top Story und noch viel mehr....Daran habe ich nur eins auszustezten und zwar das es keine Nebenmissionen gibt.Ansonsten ein HAMMER Spiel.
schrieb am 19.09.2010
um 16:45
schrieb am 19.04.2011
um 11:03
schrieb am 19.04.2011
um 18:37