God of War III - Test
Die griechische Mythologie ist eine der komplexesten Geschichten unserer Welt. Kein Wunder also, dass es bisher genügend Zündstoff gab, um den Kriegsgott Kratos im alten Griechenland Gründe zu geben, seinen Blutdurst zu befriedigen. Im nunmehr dritten und letzten Teil der überaus erfolgreichen „God of War“-Reihe macht sich der glatzköpfige Griesgram auf, gleich den ganzen Olymp zu Fall zu bringen. Ob es ihm gelingt, verraten wir an dieser Stelle nicht, aber ob seine Reise so schmackhaft ist, wie ein „Gyros-Teller Spezial“, das erfahrt ihr in unserem Testbericht.
Da hilft auch kein Vaterschaftstest!
Es ist eigentlich kein Wunder, dass Kratos alles andere als ein Kind von Traurigkeit ist. Als Bastard und Halbsohn vom Götterboss Zeus geboren, musste er damit leben, stets in seinem Schatten zu stehen. Auch die Götter im Olymp waren ihm alles andere als wohlgesonnen. Aber das schlimmste dürfte wohl das Verhalten seines Erzeugers gewesen sein, der ihn hinterrücks verraten und ihm seine Familie gekostet hat. Zeus hat es sich also selbst zuzuschreiben, dass Kratos, gemeinsam mit einer Armee von Titanen, versucht den heiligsten aller Berge zu erklimmen. Er hat nur ein Ziel: Rache an seinem Vater, für das, was er ihm angetan hat.
Genau an dieser Stelle beginnt auch „God of War 3“ oder besser gesagt, das imposanteste Tutorial aller Zeiten. Auf dem Rücken einer wahrlich riesigen Titanin namens Gaia befinden wir uns kurz vor dem Gipfel, aber die Götter lassen sich nicht kampflos überrumpeln und setzen zum Gegenangriff an.
Links, rechts und zack ist der Kopf ab
Nach einem äußerst beeindruckenden Kameraschwenk schlüpfen wir auch gleich in die Rolle von Kratos, der sich mitten in der Schlacht befindet und gerade von einigen Gegnertypen umzingelt wird. Dank eingeblendeter Anleitungen wird schnell klar, dass Diplomatie nicht im Sinne des Spiels ist.
Und so wirbeln wir per Knopfdruck mit unseren beiden Standardwaffen durch die Gegnerhorden, schlitzen, was das Zeug hält und lassen so den einen oder anderen getrennten Leib sowie jede Menge Blut auf dem steinigen Boden zurück. Ein Kinderspiel, denn die Steuerung von „God of War 3“ kann man wohl am besten als „einsteigerfreundliche Hardcoreaction“ bezeichnen. Das Aktionsrepertoire besteht aus „Springen“, „leichter Schlag“, „schwerer Schlag“ und „Griff“, wobei jede Aktion auf einer Taste liegt. Mit den Analog-Sticks geben wir die Richtungen an und die Schultertasten dienen als Block- und Zaubermöglichkeit. Klingt einfach, ist es auch! Schneller als ein Chefkoch Gyros vom Spieß schneidet, können wir so selbst größere Gegnerhorden durch schnelles Buttonsmashing ins antike Nirvana schicken. Da dies auf die Dauer zu einseitig wäre, haben die Entwickler eine schier unzählige Anzahl an Kombinationsmöglichkeiten eingebettet. Beispielsweise können wir mit Schwung und gezogenen Klingen durch die Gegner rutschen, per getimten Tastendruck einen von ihnen am Kragen packen, hoch durch die Luft schleudern und dort in aller Ruhe zu Geschnetzeltem verarbeiten. Es ist ein Spagatakt zwischen Einsteigerfreundlichkeit und Tiefgang, den die Entwickler gemeistert haben. Genreneulinge werden sich mit Sicherheit auf die Grundkombinationen konzentrieren, während Hardcoregamer einiges an Training brauchen, um wirklich alle Kombos zu erlernen und einsetzen zu können.

Zusätzlich zum handelsüblichen Geschlitze gibt es auch noch jede Menge Quick-Action-Events, die per Tastendruck ausgelöst werden können. Haben wir einen Gegner schwer genug verletzt, reicht es den angezeigten Button zu drücken und eine kinoreife Exekution wird eingeleitet, bei der wir jeweils im richtigen Moment eingreifen müssen. Gerade bei den gigantischen Bosskämpfen ist gutes Timing gefragt, um uns den Weg zum Olymp bahnen zu können.
Infos






schrieb am 02.05.2010
um 19:47
schrieb am 03.05.2010
um 16:05
schrieb am 06.05.2010
um 21:18