FIFA 12 - Test
Der 29. September ist für sportbegeisterte Videospieler der wohl wichtigste Tag im Jahr 2011. An diesem Tage erscheinen „PES 2012“ als auch „FIFA 12“ und kämpfen nicht nur um die Gunst der Gamer, sondern vor allem um den Genrethron. Doch, wie schlägt sich der EA Sports-Kandidat in diesem Jahr? Gibt es wirkliche Neuerungen und machen diese überhaupt Sinn? Hat man sich auf den Lorbeeren des Vorgängers ausgeruht und die Konkurrenz an sich vorbei ziehen lassen? Wir haben bereits vor dem Release unzählige Stunden mit dem bisherigen König der Fußballsimulationen verbracht und verraten euch, ob es in diesem Jahr wieder zur Meisterschaft reicht.
Gute Freunde kann niemand trennen …
Die Fußballspielregeln dürften jedem Gamer bekannt sein: 22 Spieler laufen einem Ball nach und am Ende gewinnt Deutschland. Damit hat sich dieser Fall schon geklärt und wir konzentrieren uns auf die Neuerungen im Jahr 2011. Eines der neuen Hauptfeatures von „FIFA 12“ ist die sogenannte „Player Impact Engine“. Diese berechnet sämtliche Berührungen, Körperkontakte und Tacklings in Echtzeit, wobei jedes Gliedmaß bewertet wird, statt nur – wie bisher – Oberkörper und Beine. Dies hat zur Folge, dass das Geschehen nicht nur deutlich realer wirkt, sondern es nun von großer Bedeutung ist, wie ihr eurem Gegenspieler den Ball abnehmen wollt. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn die Tacklings haben zudem Auswirkungen auf euren Gesundheitszustand. Ganz wie im echten Leben zeigen fiese Blutgrätschen im Verlauf der 90 Minuten ihre Wirkung, in dem euer Spieler langsamer wird oder etwa die Gelenke bereits so in Mitleidenschaft gezogen wurden, das schon der nächste Sprint der vorerst Letzte sein kann und der Spieler mit einer Verletzung aussetzen muss. Eine waschechte Neuerung also, die das Spielgeschehen noch intensiver als auch taktischer gestaltet.
Und wenn wir schon bei der Taktik sind, kommen wir doch gleich zur zweiten großen Änderung im Vergleich zu den Vorgängern. EA Sports war sehr mutig und hat das Verteidigungssystem grundlegend überarbeitet und verändert.
Während man sich in den vergangenen Jahren auf das Grätschen sowie einfache Attacken konzentriert hat, werden Anhänger von „Die Null muss stehen“ nun richtig ins Schwitzen kommen. Das Zauberwort heißt: Stellungsspiel. Die Grundidee ist, dass ihr – wie im echten Fußballleben auch – euren Gegner nicht direkt zwischen die Beine springt, sondern versucht ihn den Laufweg abzuschneiden, ihn abzudrängen oder mithilfe eines Mitspielers die Passwege zu blockieren. Hierbei stehen euch insgesamt vier Tasten zur Auswahl, die verschiedene Auswirkungen haben und vor allem im richtigen Moment eingesetzt werden müssen. Gerade für Einsteiger dürfte dies allerdings zu Schwierigkeiten führen, während Profis sich der Herausforderung stellen werden. Fakt ist aber auch, dass während unseres Tests auffällig oft der Verteidiger schlechtere Karten gegenüber geübten Stürmern hatte. Da es keine richtige Möglichkeit gibt, schnurstracks nur auf den Ball zu stürmen, kann man mitunter selbst geübte Abwehrrecken mit gekonnten Tricks schnell alt aussehen lassen. Dabei wirkt sich auch die Player Impact Engine aus, da gerade in den Situationen, in denen der Angreifer direkt auf den schon wartenden Verteidiger zuläuft schon einmal bei einem Übersteiger die Füße aneinanderhängen bleiben und es so ziemlich oft zu Freistößen oder gar Elfmetern kommen kann. Das ist gut für die Fans, aber schlecht für die verteidigenden Gamer.

… gute Freunde sind nie allein!
Aber „FIFA 12“ reduziert sich nicht nur auf diese beiden Neuerungen. Die künstliche Intelligenz eurer Mitspieler und auch der Keeper wurden einer Generalüberholung unterzogen. KI-gesteuerte Spieler verteilen sich passend der Situation auf dem Platz, Goalies sind keine Fliegenfänger mehr, die mit angeschnittenen Schüssen stets alt aussehen und auch eure Gegenspieler werden euch in so manchen harten Zweikampf zwingen.
Infos






schrieb am 30.09.2011
um 22:25
schrieb am 02.10.2011
um 23:07
schrieb am 07.10.2011
um 19:06
Ich sage mal in den ersten 2 Tagen hätte ich der Bewertung noch zugestimmt. Mittlerweile gebe ich FIFA noch maximal 85 Punkte... eher weniger als 80.
schrieb am 10.10.2011
um 15:23
schrieb am 11.10.2011
um 19:57
schrieb am 12.10.2011
um 10:02
schrieb am 12.10.2011
um 14:52
schrieb am 12.10.2011
um 17:26
Spiele zwar mittlerweile etwas mehr, aber gut finde ich das immer noch nicht.