Die Sims 3 - Test
Brave Kinder, sexy Putzfrauen, eine steile Karriere und die perfekte Ehe. Was im wahren Leben nicht so recht funktionieren will, ist beim Nachfolger des meistverkauften Spiels aller Zeiten durchaus im Bereich des Möglichen. In Die Sims 3 kreieren wir unsere eigenen Sims, erklimmen die Karriereleiter mit einigen kaputten Sprossen, heiraten unsere Traumfrau, bekommen Kinder und am Ende der Achterbahnfahrt wartet der Sensenmann samt Arbeitswerkzeug auf uns. Ob Electronic Arts mit dem dritten Teil die Sims-Formel noch einmal verbessert und ob die Änderungen überzeugen können, erfahrt ihr jetzt in unserem ausführlichen Testbericht.
Am Anfang war der Sim
Bevor wir uns ins wahre virtuelle Leben stürzen dürfen, müssen wir zunächst einmal einen Sim erstellen, es sei denn wir wollen auf eine bestehende Familie zurückgreifen. Der Editor fällt in Die Sims 3 nicht wirklich umfangreicher, aber dafür durchaus komfortabler als im Vorgänger aus. Schluss mit hässlichen Sims, die aussehen als wären sie als Kleinkind mit dem Hammer bearbeitet wurden, nur weil ein Regler zu weit nach links geschoben wurde. Nun sieht fast jedes Ergebnis wunderbar aus. Dank der neuen Funktion einzelne Haarsträhnen einfärben zu können, wirken die Sims nun noch einen Tick individueller, ebenso wie die Körperform. Ob fett, dürr oder durchtrainiert, im dritten Teil der erfolgreichen Sims-Reihe ist dies endlich möglich. Die Kleidung unserer Sims können wir, ähnlich wie die Haare, selber einfärben und mit unterschiedlichen Materialien versehen. Soll es etwa eine Gummihose mit Querstreifen oder gar ein Holzkleid sein? Dem guten Geschmack sind nahezu keine Grenzen gesetzt.
Die entscheidendste Neuerung bei der Sim-Erstellung ist jedoch das neue Persönlichkeitssystem. Aus unterschiedlichen Kategorien dürfen wir uns sechs Charaktereigenschaften aussuchen, die die Persönlichkeit unseres Sim wiederspiegeln. Soll der kleine Lars ein Stubenhocker, Computerfreak und Bücherwurm sein, wohingegen seine große Schwester Larissa eine wahre Partylöwin und Draufgängerin ist? Und die Eltern? Die sind arbeitslose Vollversager, die ihr Geld mit dem Schreiben von schlechten Romanen und dem Malen von miesen Strichmännchen-Bildern verdienen.
Wie man bereits merkt, ist die neue Sims-Generation weitaus lebendiger und realitätsnäher als ihre roboterhaften Vorfahren. Zum Abschluss wird noch ein Lebenswunsch gewählt und schon kann unser Sim, den wir Karl Kampfhund getauft haben, in sein eigenes kleines Heim einziehen.
Vor dem Einzug dürfen wir uns noch aussuchen, ob das Haus bereits mit Möbeln eingerichtet sein soll oder wir uns vollkommen austoben und unsere vier Wände individuell gestalten wollen. Hierbei fällt die möblierte Variante natürlich teurer aus.
Beim Einrichten unseres Hauses fallen uns gleich diverse Neuerungen ins Auge. So hat Electronic Arts nicht nur das Menü optisch modernisiert, sondern auch gleich inhaltlich umkrempelt. So können wir uns mit einem Klick auf einen Reiter etwa die Einrichtungsgegenstände für das Wohnzimmer anzeigen lassen. Wollen wir nun eine Flimmerkiste in unsere noch kahle Bude stellen, klicken wir im neugestalteten Menü auf das Fernseher-Symbol und können wie gewohnt das entsprechende Modell auswählen und kaufen. Prompt stechen uns zwei weitere Änderungen ins Auge, zum einen können wir nun, ähnlich wie bei der Kleidung, die Gegenstände selbst anpinseln und zum anderen können wir Objekte nun auch schräg positionieren. Einer Fernsehecke mit kleinem Tischchen und zwei Sesseln steht nichts mehr im Weg. Ist das traute Heim eingerichtet, können wir endlich richtig loslegen und Karl mit seiner Umwelt vertraut machen.
Freiheit hat ihre Grenzen
Eines der größten Mankos der bisherigen Sims-Spiele war ganz klar die geringe Freiheit. Klar, wir konnten unseren Sim in den Urlaub, Einkaufen oder ins Schwimmbad schicken, aber ständig wurde die Tour von nervigen Ladebildschirmen unterbrochen. Das gibt es in Die Sims 3 nun nicht mehr. Sunset Valley ist eine offene Spielwelt, die wir nach Lust und Laune erkunden dürfen. Ob wir dabei zu Fuß, per Fahrrad oder per Auto durch die Stadt gurken, bleibt uns überlassen. Nachbarn und Freunde dürfen wir nun auch besuchen, anstatt sie nur zu uns einzuladen. Doch jedes Stückchen Freiheit hat auch irgendwo seine Grenzen. Hätten wir Karl im Vorgänger beim Shoppen oder Restaurantbesuch noch über die Schulter gucken können, müssen unsere neugierigen Augen in Teil drei draußen bleiben. Ein Pfeilsymbol zeigt uns wo sich unser Sim zurzeit aufhält und ein simples Pop-Up Fenster fragt uns, welche Artikel wir kaufen wollen und wie viele. Lediglich Fitnessstudio und Schwimmbad können wir uns von innen näher ansehen.
Sunset Valley ist eine offene Spielwelt, die wir nach Lust und Laune erkunden dürfen.
Anfangs wird man als Spieler für gewöhnlich erst einmal Zeit im Haus des Sims verbringen, schließlich gibt es hier genug zu tun. Wenn wir dann irgendwann genug Zeit für Spaß haben, schicken wir Karl in die Innenstadt. Dort trifft er viele interessante und merkwürdige, teilweise aber sogar gefährliche Sims. Doch es gibt auch jede Menge zu entdecken, auch arbeitende Sims kommen auf ihre Kosten, aber dazu später mehr. Nach einem ereignisreichen Tag in der Innenstadt (erst war Karl Einkaufen, hinterher hat er sich ein Theaterstück angesehen und zum Ausklingen des Tages, aß er in einem Restaurant zu Abend) macht er sich wieder auf den Weg in seine vier Wände.
Infos






schrieb am 01.01.1970
um 03:03
schrieb am 01.01.1970
um 03:08
Hatte mir ja etwas mehr erwartet als es angekündigt wurde, aber nichtsdestotrotz ein rundum gelungenes Spiel :) Schon allein weil man jetzt endlich, ENDLICH diagonal bauen kann.
schrieb am 01.01.1970
um 03:46
schrieb am 01.01.1970
um 04:24
schrieb am 01.01.1970
um 04:29
schrieb am 01.01.1970
um 05:20
schrieb am 01.01.1970
um 06:24