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Test - Meine Güte bin ich alt

Die Siedler 7 - Test

Das war mein erster Gedanke, als ich „Die Siedler 7“ in meinen Händen gehalten habe. Was haben mich die kleinen, herumwuselnden Männlein damals in ihren Bann gezogen. Stunde um Stunde, Tag um Tag, habe ich damals noch auf dem Amiga 1200 verbracht, um Königreiche aus dem Nichts zu erschaffen. 17 Jahre später kommt BlueByte mit dem neusten Ableger um die Ecke und hat sich neu erfunden. Sollte es da draußen tatsächlich jemanden geben, an dem sämtliche Teile der Serie unentdeckt vorbeigezogen sind, hier ein kleines Intro zum Thema Siedler.

Alles fängt mit unserem kleinen Schloss an. Wir suchen uns auf der Karte einen Punkt, an dem wir dieses errichten wollen. Wichtigstes Kriterium ist hier, wie bei jeder Immobilie, die Lage, die Lage und die Lage. Denn anders als bei anderen Aufbausimulationen gilt es hier nicht einen einzigen Rohstoff von der Karte abzugrasen, Siedler hat hier einen großen Schritt weitergedacht. Mit einem kleinen Vorrat an Holz, Steinen und Geld stand man vor der schwierigen Aufgabe, ein Imperium zu errichten. Kurz darüber sinniert, was wir am dringendsten benötigen, wurde schnell der erste Holzfäller und der Bergarbeiter engagiert und in der Nähe ihrer Ressourcen beheimatet. Dann noch schnell die Wege vom Schloss bis zu den jeweiligen Hütten gebaut und schon ging das hektische Treiben los. Die Gebäude wurden Stück für Stück errichtet und dann von den fleißigen Helfern bezogen. Sobald die Arbeiter dann mit Axt und Spitzhacke bewaffnet ihrer Tätigkeit nachgingen, galt es sich um die Lebensmittel zu kümmern. Ein Bauernhof sorgt für den benötigten Nachschub. Kurz darauf folgte die Mühle, von dort aus ging es weiter zum Bäcker. Hier greift einfach jedes Zahnrad perfekt ins andere. Die Möglichkeiten, die dieses Spiel schon im ersten Teil zur Verfügung gestellt hatte, übertrafen den Radius der Konkurrenz bei Weitem. Nach kurzer Zeit hatten wir lebende Städte auf unserem Bildschirm, alles bewegte sich und wuchs immer weiter.

Mit dem neuesten Teil geht Ubisoft andere Wege. Man hat versucht, dem Spiel mehr Tempo zu geben. Dies ist auf jeden Fall gelungen. Der Titel kann beliebig oft installiert werden, zum Spielen werden allerdings zwei Dinge vorausgesetzt. Zum einen muss sich der Spieler beim Hersteller registrieren, der Datenträger kann also nicht nach dem Durchspielen weiterveräußert werden.

Des weiteren hat Ubisoft, wie schon bei „Assassins Creed 2“, seinen eigenen Kopierschutz mit integriert. Damit ihr das Spiel spielen könnt, wird eine permanente Internetverbindung zu den Ubisoft eigenen Servern benötigt. Auf dieses Thema gehen wir später noch einmal genauer ein. Die Installation selbst nimmt circa 20 Minuten in Anspruch, im Anschluss wird direkt der aktuelle Patch heruntergeladen, das schlägt noch einmal mit knappen zehn Minuten zu Buche. Der Datenträger wird danach aber nicht mehr benötigt. Schon die ersten Schritte machen klar, dass der Titel den Fokus auf den Multiplayerpart legt. Die vorhandene Kampagne ist eher als ein überdimensionales Tutorial anzusehen. Die Spielzeit ist nicht lang genug, um Einzelspielern eine Freude zu machen. Doch der Mehrspielermodus bietet viele Varianten. Wer sich gerne mit anderen misst, kann sowohl im Duell als auch im Kooperationsmodus sein Geschick beweisen. Wer auf Mitmenschen verzichten kann, kann sich Scharmützel mit der sehr guten und clever agierenden KI liefern. Vorweg nehmen kann man an der Stelle schon einmal, dass sich kein einziges Spiel mit dem Vorgänger vergleichen lässt. Stets gilt es, den Gegner im Auge zu haben. Um eine Karte zu gewinnen, gilt es Siegpunkte zu erringen. Manche werden für Schnelligkeit vergeben, andere für die schiere Masse. Die Siegpunkte unterscheiden sich in permanente und variable Punkte. Wer also zum Beispiel als Erstes eine Kathedrale baut, bekommt diesen Siegespunkt permanent und kann ihn nicht mehr verlieren. Anders schaut es zum Beispiel bei den Siegespunkten für die größte Armee oder das meiste Gold aus. Dieser kann, quasi als Wanderpokal, zwischen den einzelnen Völkern wechseln. Wenn ein Spieler die notwendige Anzahl an Punkten erreicht hat, gilt es, diese drei Minuten lang zu behalten.



In dieser Zeit ist sehr viel taktisches Geschick notwendig, denn eure Kontrahenten werden alles in ihrer Macht stehende versuchen, um den Countdown nicht auf null kommen zu lassen. Man glaubt es kaum, aber dieses Feature sorgt für vollkommen unerwartete Adrenalinschübe, welche es bei keinem Vorgänger der Reihe jemals gegeben hat. Eine weitere Neuerung sind drei verschiedene Lösungswege, um an sein Ziel zu kommen.

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Kommentare

1 Kommentar(e) bisher
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t0by
t0by
schrieb am 04.05.2010
um 23:06
Ich kann mich noch erinnern, wie ich zu Daddelnews Zeiten das vorherige Siedler - Aufbruch der Kulturen testen durfte. Das hat mir damals schon besonders zugesagt und ich werde die 40 Euronen für das neue Siedler sicherlich wieder investieren.

Super Testbericht, nebenbei ;).

Infos

Die Siedler 7

Die Siedler 7

PC
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Entwickler:
Blue Byte Software
Publisher:
Ubisoft
Genre:
Echtzeit-Strategie
USK:
6
Release:
25.03.2010
Link:
PC
ab 8,88 €
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