BLUR - Test
Mit „ModNation Racers“ und „Split/Second – Velocity“ ist in den letzten Wochen eine kleine Arcade Racer-Welle auf uns zu geschwemmt, die mit dem lange im Vorfeld angekündigten „Blur“ nun ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Hier trifft „Need for Speed“ auf „Mario Kart“ – lizensierte Rennmodelle, Power-Ups und fast null Fahrphysik vermischen sich zu einem rasanten Hochgeschwindigkeitswettstreit mit eigenständigem Mehrspielermodus und zukunftsweisender Social Media-Integration.
Karriere über alles
Im Karrieremodus gilt es zunächst, durch Siege und das Abfahren von Extrazielen möglichst viele Lichter zu erspielen. Bis zu fünf Lichter gibt es für einen Sieg, weitere können für das erfolgreiche Absolvieren eines Fan Runs und eine bestimmte Anzahl neu dazugewonnener Fans erworben werden. Die Anhänger sind gleichzeitig auch der Schlüssel dazu, neue und bessere Gefährte zu erhalten. Hierbei handelt es sich um lizensierte Boliden, die je nach Fahreigenschaften in unterschiedliche Kategorien fallen und sich somit jeweils für die verschiedenen Renntypen empfehlen. Sobald man eine bestimmte Anzahl an Lichtern freigefahren hat, erhält man Zugang zu weiteren Rennen und wird schließlich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Titelverteidiger der jeweiligen Renngruppe heranzitiert, bei dem es um dessen Papiere – sprich: sein Auto und die dazugehörige Modifikation – geht. Von diesen gilt es insgesamt neun zu besiegen.
Im Standard-Rennmodus hingegen, müssen wir unter die ersten Drei kommen, wobei buchstäblich jedes Mittel recht ist. Genau hier kommen die Power-Ups zum Tragen, mit denen man sich den einen oder anderen unfairen Vorteil verschafft. Das verfügbare Repertoire ruft „WipeOut“ und Artverwandte in Erinnerung, so gibt es hier außer verschiedenen Waffen zum radikalen Freiräumen des vorderen respektive hinteren Feldes natürlich auch Schilde, Nitro-Boosts und die schnelle Reparatur für unterwegs. Denn bei allem, was hier ausgeteilt wird, muss man auch gut einstecken können. Die KI-gesteuerten Fahrer haben nämlich keinerlei Hemmschwelle, wenn es darum geht, einen auf dem letzten Meter noch mit allem verfügbaren Feuerwerk vom ersten Platz zu bomben.
Gut, dass alle Waffen sowohl nach vorne als auch nach hinten abgefeuert werden können. So kann man lästige Verfolger notfalls auch mit Gewalt abhängen.
„Zerstörung“ nennt sich ein weiterer Renntyp, der gegen die Uhr geht. Über die Strecke verstreut liegt reichlich Munition, für jeden aus dem Weg geräumten Gegner gibt es Bonussekunden. Der Rest dürfte sich von selbst erklären. Etwas friedlicher, wenngleich nicht weniger hektisch, geht, es beim Checkpoint-Rennen zu, wo natürlich das zeitige Durchfahren von Kontrollstellen gefragt ist. Hier tritt man alleine und ohne Waffen an. Dafür sind Stoppuhren und Nitro-Power-Ups auf der Strecke verteilt, die einem geringen Zeitaufschub bzw. den nötigen Schubs nach vorne geben. Während es im Standard-Rennen für den Erfolg nicht zwingend einen Unterschied macht, ob man vor der Kurve vom Gas geht oder erst recht den Turbo zündet und die Seitenabsperrung den Rest machen lässt, ist es im Checkpoint-Rennen schon vor extremem Vorteil, zumindest ein wenig Gefühl für die Strecke und ein Gefährt mit guter Straßenlage mitzubringen.
Wir brauchen eine größere Garage
Die Wahl des richtigen Fahrzeuges ist auch in den anderen Disziplinen nicht zu vernachlässigen. Je nachdem, welche Beschaffenheit die zu bewältigende Strecke aufweist, sollte das Fahrzeug außer den grundsätzlichen Dingen wie Beschleunigung und Endgeschwindigkeit in den etwas spezifischeren Eigenschaften wie der Straßenlage passend ausgewählt werden.

Wer mit einem Drift-Car in ein Rennen mit hohem Offroad-Anteil geht, braucht sich nicht wundern, wenn er seine 19 Konkurrenten bald nur noch von hinten sieht. Die Auswahl der 60 lizensierten Gefährte reicht vom aufgemotzten VW-Käfer über den flachen Porsche bis hin zum Hummer mit guter Panzerung, und mit jedem neu erreichten Fan-Level kommen neue hinzu.
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