The Walking Dead - Spezial
The Walking Dead - diese Comic-Serie in Schwarz und Weiß, nimmt den Leser nun schon seit etlichen Jahren mit hinab in eine Welt, die schrecklicher eigentlich gar nicht sein kann. Es geht in eine Welt, in der die Restbestände der Menschheit sich tagtäglich dem Überlebenskampf stellen müssen. Diese Schlacht wird jedoch nicht nur draußen im apokalyptischen Wirkungsbereich gegen Zombies ausgetragen, sondern auch gegen andere Überlebende, die oftmals weder Moral, Ethik noch Menschlichkeit innetragen. Auch die sozialen Aspekte spielen unter ihnen eine Rolle, die des Öfteren zu einem noch schwierigeren Faktor im Kampf um die eigene Haut werden. Diese Comic-Reihe atmet die Luft des Sozialdramas wie kein anderes, verbindet dies mit Survival-Horror, Charakterabgründen und nicht zu vergessen mit der endzeitlichen Zombieinvasion. Jeder Fan von Graphic Novels, der einen Hang zum Zombietum oder menschlichen Tragödien verspürt, kommt an der The Walking Dead-Reihe nicht vorbei.
Die Geburt des apokalyptischen Wahnsinns
Den Zombie-Hype ins Rollen brachte der renommierte US-Verlag Image Comics, der im Oktober 2003 den allerersten Einzelband der Serie veröffentlichte. Mittlerweile ist The Walking Dead beim 103. Band angekommen und die Geschichte ist noch lange nicht erzählt. Leser und Fans hierzulande wurden im Jahr 2006 infiziert, als es der Zombiekult über den großen Teich geschafft hatte. Dafür verantwortlich zeichnete sich damals wie heute der deutsche Comic-Verlag Cross Cult aus, der die Serie in Deutschland populär machte. Besonders hochwertig im Hardcover produziert, gibt es die schwarz-weiße Zombiekunst mittlerweile in 15 Sammelbänden, wovon der aktuellste Band den Titel The Walking Dead 15: Dein Wille geschehe trägt. Ins Deutsche übersetzt findet der geneigte Leser pro Band einen Teil der beeindruckenden Geschichte der US-Einzelbände. Am 15. Oktober 2012 wird Cross Cult ihren jungfräulichen neuen Band The Walking Dead 16: Eine größere Welt präsentieren.
Die Macher des apokalyptischen Wahnsinns
The Walking Dead besitzt eine extrem tief gehende Story, die fast jede Ecke des Möglichen und Unmöglichen beleuchtet, sodass die größte Ehre dem Autor gebührt. Dies ist kein geringerer als Robert Kirkman, der auch für Titel wie Invincible oder Marvel Zombies seine Feder in die Tinte tauchte.
Seit Beginn der TWD-Comic-Serie ist er derjenige, der die schwarz-weißen Panels mit seinen Texten verbindet. Für die Zeichnungen stand bis zur sechsten Ausgabe Tony Moore Gewehr bei Fuß, wurde aber vom Briten Charlie Adlard als Zeichner ersetzt. Seitdem sind Kirkman und Adlard ein schier unzertrennliches Team, bei dem sprichwörtlich der Deckel seinen Topf gefunden hat. Sie agieren sehr stilvoll miteinander, schaffen Produktivität und treiben diese grandios fesselnde Geschichte von Ausgabe zu Ausgabe immer weiter voran.

Die Geschichte des apokalyptischen Wahnsinns
Diese handelt von einer Gruppe Menschen, die in einer Welt leben, in der man sekündlich um sein Leben fürchten muss. Dafür verantwortlich ist eine Seuche, die einen Großteil der Erdbevölkerung dahingerafft oder alternativ zu gierigen, Fleisch verspeisenden Zombies gemacht hat. Wann genau dieses apokalyptische Szenario ausbrach - dazu schweigt der Autor. Dabei ist es ziemlich egal, wann, wo oder wie diese menschliche Endzeit entstanden ist. Was das Grüppchen Überlebender um den Kleinstadtpolizisten Rick Grimes tangiert, ist fortan eh nur eines, Überleben um jeden Preis! The Walking Dead beginnt in Band eins mit Rick, der nach einem Einsatz schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wird. Als er dort aus dem Koma erwacht, muss er erschrocken feststellen, dass er alleine ist im Hospital. Und weit mehr noch, alles liegt in Trümmern und Blutschmierereien verzieren die Gänge des Krankenhauses. Draußen vor der Türe schaut dieses unglaubliche Weltbild noch wesentlich schlimmer aus.
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