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Spezial - Die Toten - Zombies erobern Deutschland!

iamgamer - Spezial

Am 03.10.2009 brach in Europa die Zombieepidemie aus. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, was im Rest der Welt geschah. Heute können wir berichten, wie die Plage sich ausbreitete. Wer überlebte. Wer starb. Und wer zurückkehrte.

Mit diesen Eröffnungsworten erblickte am 01. Juli 2010 eine neue Comicserie das Dunkel der Welt. Denn in „Die Toten“ beschäftigen sich Autoren und Illustratoren mit einer Frage, die bis jetzt immer viel zu kurz gekommen ist. Jeder weiß, wie sich Zombieplagen in Großstädten wie London oder New York auswirken, doch wie verhält es sich an einer Autobahnraststätte in Baden-Baden? Wo sucht man Schutz, wenn man in der Nähe von München wohnt? Was bleibt von Frankfurt übrig, wenn jeder sein Heil in der Flucht sucht. In drei Kurzgeschichten erfahren wir mehr zum Thema Zombie-Outbreak in Deutschland. Jede Episode zeichnet sich durch andere Schreiber und Illustratoren aus und vermittelt so das Ortsgefühl noch besser. Vor allem der fiese bayrische Dialekt in der zweiten Kurzgeschichte, sorgt für ein schmunzeln im Gesicht des Lesers. Der aufstrebende Verlag Zwerchfell hat dieses neuartige Projekt ins Leben gerufen und startet seit dem 31. Oktober 2010 bereits mit dem zweiten Band durch. Dieses Mal entführen uns die tragischen Ereignisse in ein Seniorenheim in Hamburg, eine verlassene Straße in Stuttgart und eine vornehme Villa in Hannover.

Nun freue ich mich besonders darauf, euch ein Interview zu präsentieren, dass ich mit Zweien der Köpfe hinter „Die Toten“ führen konnte. Zum einen mit Ingo Römling, der sich als einer der Illustratoren verantwortlich ist und zum anderen mit Yann Krehl, seinerseits Autor einer der Geschichten aus dem ersten Band. Ohne große Umschweife geht es nun auch direkt zum Interview.

iamgamer: Hallo Ingo, Hallo Yann. Schön, dass ihr die Zeit gefunden habt.
Ingo: Hallo.
Yann: Auch von mir Hallo.

iamgamer: Könnt ihr euch unseren Lesern kurz vorstellen?
Ingo:
Gern. Ich heiße Ingo Römling, bin 41 Jahre alt, und ich arbeite als freiberuflicher Illustrator, Comiczeichner und Grafiker in Frankfurt am Main.

Yann: Ich bin 29 Jahre alt, studiere Informatik und arbeite nebenher als Autor, hauptsächlich im Comicbereich. Meine Geschichten sind beim Online-Comic-Magazin INKplosion.de und in Anthologien wie „Horrorschocker“ (Weissblech Comics) und „Popgun Vol. 2“ (Image Comics) erschienen. Ich schreibe die Scripts für die Comicadaption von Kai Meyers „Das Wolkenvolk“ (Splitter Verlag) und habe eine der Episoden im ersten Band von „Die Toten“ verfasst. Natürlich schreibe ich nicht ausschließlich Comics, sondern auch Kurzgeschichten, Hörspiele und was sich sonst gerade noch so anbietet. Womit ich mich allerdings nicht beschäftige, ist das Zeichnen von Comics – das habe ich schon vor mehr als einem Jahrzehnt aufgegeben, und damit vermutlich einer Menge Augen eine Menge Leid erspart. (lacht)

iamgamer: Ingo, wann hast du angefangen zu zeichnen?
Ingo:
Als ich alt genug war, um einen Stift halten zu können. Keine Ahnung. Ich war vielleicht drei oder vier Jahre alt. Seitdem bin ich dabei.

iamgamer: und bei dir Yann? Wann hast du dich entschieden, als Comicautor zu arbeiten?
Yann: Einen genauen Zeitpunkt kann ich da nicht bestimmen, das war eher so ein langjähriger, schleichender Prozess. Die Sache hat angefangen, als ich zehn oder elf Jahre alt war und noch selbst gezeichnet habe. Damals habe ich meine Comics im Copyshop vervielfältigt und in Auflagen von bis zu fünf Stück an Verwandte und Bekannte verscherbelt. Das kam zwar irgendwann zu erliegen, aber gegen Ende meiner Schulzeit wuchs mein Interesse an Comics wieder. Allerdings musste ich mir zu diesem Zeitpunkt eingestehen, dass das mit dem Zeichnen einfach nicht so mein Ding war, und ich mich lieber dem Schreiben widmen sollte. Dank dem Internet kam ich mit anderen aufstrebenden Comicschaffenden in Kontakt, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Comicautoren, die nur schreiben und nicht zeichnen, sind hierzulande ziemlich selten, in den USA, beziehungsweise bei amerikanischen Comics ist es aber deutlich weiter verbreitet. Deshalb trieb ich mich in einigen englischsprachigen Foren herum, in denen sich angehenden Comicautoren untereinander austauschen konnten. Neben dem Schreiben von Comicscripts habe ich da auch noch eine gute Portion Fremdsprache gelernt. Im Jahr 2001 stellte ich (als Teil einer größeren Gruppe) das erste Mal eines meiner Projekte bei einem Verlag vor. Aus dem Comic selbst wurde zwar nichts, aber durch die Arbeit daran lernte ich eine Menge Leute kennen, unter anderem Michael Vogt, mit dem ich ja auch bei „Die Toten“ zusammengearbeitet habe. Dieses erste, abgelehnte Projekt führte zu Veröffentlichungen beim Online-Comic-Magazin INKplosion.de, zu meiner ersten gedruckten Comicveröffentlichung in Horrorschocker #7 (ebenfalls zusammen mit Michael Vogt) und mehr oder weniger direkt zu allem Anderen, was ich seitdem gemacht habe. Dass ich Comics machen will, wusste ich schon, als ich damals mein erstes kopiertes Heft zusammengetackert habe. Aber wann ich beschlossen habe, das Ganze ein bisschen ehrgeiziger und professioneller anzugehen, kann ich nicht genau sagen. Es muss wohl irgendwann zwischen der ersten Absage und der ersten bezahlten Veröffentlichung gewesen sein.

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