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Manchmal wird bereits der Name eines Spieles zum Problem, wenn Games-Entwickler es in verschiedenen Ländern anbieten möchten. Das japanische Spiel „Biohazard“ ist ein Beispiel dafür. Als das Spiel nach Nordamerika und später nach Europa kam, gab es dort bereits ein älteres Spiel sowie eine Band mit dem gleichen Namen. Also wurde das Spiel umgetauft und ist im Westen heute unter dem Namen „Resident Evil“ sehr bekannt. Es ist aber nicht alleine der Titel, der eventuell geändert werden muss. Bereitet man Computer- oder Spielkonsolen-Games aus Nordamerika oder Europa etwa für den asiatischen Markt auf oder umgekehrt, spielen viele Aspekte eine Rolle. Mitunter werden im Spiel sichtbare Knochen zur Herausforderung für die Entwickler. Dann wieder müssen komplette Kapitel ausgetauscht werden oder Charaktere neue Gesichter bekommen. „Lokalisierung“ nennt sich dieser Vorgang. Und er ist wichtig!
Auch auf dem Markt für Games ist Lokalisierung längst mehr als eine leere Worthülse. Deutsche spielen in Japan entwickelte Spiele, Chinesen lieben Spiele, die ursprünglich aus den USA stammen und manches Game erobert gleich die halbe Welt. Dafür werden Games lokalisiert, also an die jeweiligen Länder und Kulturräume angepasst. Am deutlichsten wird das natürlich in der sprachlichen Übersetzung, wenn etwa ein US-amerikanisches Spiel mit japanischen Sprechern und/oder japanischem Text neu aufbereitet wird.
Dass es sich bei Übersetzungen sprachlicher Bestandteile von Games um gute Übersetzungen handeln sollte, ist eigentlich selbstverständlich, oder? Nicht immer!
• „Vorsicht Tequila. Dies ist eine harte Nachbarschaft. Ziehe LEERTASTE zum Hechten und ziehe LINKE MAUSTASTE zum Schießen. Die Tequila-Zeit schaltet sich automatisch ein, wenn du während dem Hechten auf einen Feind zielst“ (dt. Übersetzung in einem PC-Spiel; ursprünglich veröffentlicht von: PC Games Hardware).
• Jetzt übt das Wirken von Zaubern. Drückt der rechten Bumper, um Euren ausgewählten Zauber zu wirken. Wollt ihr den Zauber wechseln, drückt drücken: Tab, um das Journal wieder zu öffnen (dt. Übersetzung in einem PC-Spiel; ursprünglich veröffentlicht von: PC Games).

Das sind echte deutsche Übersetzungen aus Games, die für unbeabsichtigte Lacher sorgen und dem Erfolg des Spieles wohl eher schaden als nutzen. Wer nur auf eine schlechte Übersetzung zurückgreifen kann, lässt die Lokalisierung eines Games vielleicht besser ganz.
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schrieb am 14.09.2011
um 22:52
- Ich halte es allerdings für fragwürdig, wenn bei Spielen eine inhaltliche "Lokalisierung" stattfindet, um irgendwelche landestypischen Sensibilitäten zu schonen, wie im Beispiel Fallout 3. Oder werden Bücher etwa auch so angepasst?
- Zu den Übersetzungsfehlern: Klar, das sind schon wilde Beispiele. Beim Übersetzen passiert es leicht, dass man sich so verhakt, vor allem, wenn man - wie bei den meisten Projekten üblich - nie das Spiel zu sehen bekommt, sondern leider oft nur den zu übersetzenden Text ohne den Kontext der passenden Situation.