Filme - Spezial
Der König der Diebe, der Rächer der Enterbten, der Held in Strumpfhosen oder doch einfach nur Sir Robin of Locksley? Nun, dies ist nur ein Auszug aus diversen Betitelungen einer Sagengestalt, die seither in Romanen und Spielfilmen ihre Vasallen um sich scharrt. Die Rede ist natürlich von Robin Hood, ein geächteter Bogenspezialist, der aus den Tiefen des Sherwood Forest im englischen Nottinghamshire mit seiner Gefolgschaft agiert, von den Reichen nimmt, um es unter den Bedürftigen zu verteilen. Das ist zumindest die Essenz, aus dem viele der Spielfilme ihre Basis ziehen. Was gab es da schon alles an wirklich guten Streifen aus dem filmischen Robin Hood-Sammelsurium. Zum Beispiel „Robin Hood – König der Diebe“, in dem Kevin Kostner, Christian Slater und Morgan Freeman eine gute Figur abgaben. Wer erinnert sich nicht an den charmanten tierischen Robin aus dem Walt Disney-Klassiker, dieser bezaubernde Zeichentrickfilm, der 1973 zum Welterfolg wurde. Nicht zu vergessen „Die Abenteuer des Robin Hood“ aus dem Jahre 1938 mit Errol Flynn, der 91er „Robin Hood“ mit Patrick Bergin und Uma Thurman oder eben der Klamaukkult „Robin Hood - Helden in Strumpfhosen“.

Nun erscheint die nächste Robin Hood-Verfilmung auf DVD und Blu-ray. Diesmal ist es die Actionversion von Regisseur Ridley Scott, der zusammen mit seinem Hauptdarsteller Russell Crowe schon mit „Gladiator“ einen echten Blockbuster auf die Leinwand brachte. Doch Scotts Darstellung dieser renommierten Sagengestalt ist in vielen Punkten anders als die, die wir kannten und liebten. Grund genug, dieser Veröffentlichung ein Special zu widmen, um den Film näher zu beleuchten.
Fifty/Fifty
Ridley Scotts „Robin Hood“ feierte am 13. Mai 2010 Deutschlandpremiere in den hiesigen Kinos. Das Publikum war danach so gespalten, wie ein Schädel der mit einer Axt bearbeitet wurde.

Die eine Hälfte war verzückt aufgrund der pompösen Scott-Action als auch der etwas anderen Herangehensweise an die Geschichte. Der andere Teil der Zuschauer konnte oder wollte sich nicht von ihren enttäuschten Erwartungshaltungen freimachen, war ihnen die Story zu undurchsichtig, die Protagonisten zu wenig herausgearbeitet und viele Szenen zu utopisch und hanebüchen.
Nun gut, dass ein Regieass wie Ridley Scott keine Gefangenen macht, wenn er sich an Historisches wagt, sah man bereits in „Gladiator“. So ist auch seine Version von „Robin Hood“ die bis dato härteste, blutigste und actionreichste Fassung dieser Heldenerzählung.

Die Geschichte des Robin Longstride
Die Kreuzzüge sind vorbei, der Kampf gegen die Franzosen ist in vollem Gange. In diesem Krieg befindet sich König Richard Löwenherz. Mit im Gepäck seine verlotterte Armee, die auf ihrem Weg prügelnd und plündernd durch die Ortschaften zieht. Natürlich stoßen sie des Öfteren auf Gegenwehr und bei einem Scharmützel mit den Franzosen segnet der König das Zeitliche.
Infos





schrieb am 15.09.2010
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