Filme - Spezial
Von einem Dämon besessen zu sein, oder noch schlimmer von Luzifer höchstpersönlich, ist für den Normalbürger wohl eher ein Ding der Unmöglichkeit, eine Randerscheinung im Glauben oder eben ein nettes Setting aus der Filmindustrie. Die Austreibung eines solchen Dämons ist dabei aber nicht irgendeine Märchengeschichte aus dem Mittelalter. Denn wer genauer hinschaut, wird sehen, dass heute überall auf der Welt, Exorzisten unterwegs sind und alle Nase lang, im stillen Kämmerlein, den Privatkrieg mit den Dämonen pflegen. Dass dies natürlich schon immer ein Thema war, womit sich Cineasten begruseln lassen, zeigt vor allem ein Filmklassiker. Wer erinnert sich nicht an die kleine Regan, die mit unflätigen Worten, wirrem Blick und geschundenem Körper sich mit Pater Damien Karras und Pater Lancaster Merrin ein dämonisches Duell lieferte? Ja, der Psychoschocker „Der Exorzist“ aus dem Jahre 1973, bleibt bis dato unerreicht.
Mit „Der letzte Exorzismus“ läuft ab heute ein neuer Gruselschocker in den deutschen Lichtspielhäusern. Auf dem Regiestuhl saß unter dem wehenden deutschen Banner Daniel Stamm. An seiner Seite, Produzent Eli Roth (Cabin Fever, Hostel) und sein Team, das unter anderem für das Remake von „Dawn of the Dead“ verantwortlich war.

Mit einem recht überschaubaren Budget und einer bekannten aber erfolgreichen Herangehensweise wurde mit „Der letzte Exorzismus“ eine neuer Typus der Verfilmung von Besessenheit erschaffen, der alle Bestandteile für ein kultverdächtiges Kopfkinoerlebnis beinhaltet.
Die Geschichte der Nell Sweetzer
Man muss schon recht gläubig sein, um an den Zwist zwischen Jesus und den Dämonen zu glauben. Für Reverend Cotton Marcus (Patrick Fabian) ist dies eine prächtige Begebenheit, denn Gläubige gibt es mehr als reichlich in seiner Gemeinde. Er selbst ist seit 25 Jahren Geistlicher und praktiziert den Exorzismus für seine Anhänger im Süden der USA.

Dass dabei fast hauptsächlich der Aberglaube eine Rolle spielt und seine „Patienten“ mehr ein geistiges Problem haben, als den wahrhaften Teufel in sich, ist für den Reverend zum alltäglichen Leben geworden. Nach seiner langen Amtszeit kennt er sich aus und glaubt bereits alles gesehen zu haben, nur den Teufel höchstpersönlich noch nicht. Cotton Marcus beschließt Licht in diese Sparte des religiösen Treibens zu bringen und nimmt ein Kamerateam mit zu seinem allerletzten Exorzismus, um der Welt da draußen zu zeigen, dass vieles nur ein fauler Zauber ist.

Als er mit seinem Filmteam mit den Dreharbeiten beginnt, erhält er einen Brief von Louis Sweetzer. Der bibeltreue Christ Louis ist derart verzweifelt und voller Angst, dass sich Cotton mitsamt seiner Dokumentarfilm-Crew dazu entschließt, seine letzte Austreibung in Ivanwood bei der Farmer-Familie durchzuführen, denn deren Tochter Nell Sweetzer (Ashley Bell), scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein.
Infos




