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Runaway - A Twist of Fate - Test
Test - Die alte Schule der Adventurekunst

Nachdem wir uns Anfang November bereits die Vorabversion von Brian Basco und Gina Timmins‘ letztem Abenteuer angesehen haben, präsentieren wir euch nun den Testbericht zu Runaway – A Twist of Fate von den Pendulo Studios. Im dritten Teil der Serie dürfen Fans erstmals in die Rolle der weiblichen Heldin Gina schlüpfen. Das ist auch bitter nötig, denn sie muss die Wahrheit über Brians Tod ans Tageslicht bringen. Was Käufer des Adventures erwartet, erfahrt ihr in unserem Artikel.

Ja, er lebt noch!
Runaway – A Twist of Fate beginnt mit einer Rückblende, die Brian Basco vor Gericht zeigt. Er ist angeklagt General Kordsmeier erschossen zu haben. Gut für ihn, dass er sich an nichts erinnert und deshalb für verrückt erklärt wird. Fortan fristet er sein Dasein in der Happy Dale Anstalt, wo er entgegen jeder Regel seine Medizin nicht einnimmt und sich über das nervende Personal in Form von Miss Palmer aufregt. Als der leitende Psychologe Dr. Bennett beginnt an Brians Unschuld zu zweifeln, fürchtet dieser, dass der Bericht des Doktors ihn zurück ins Gefängnis bringen könnte. Natürlich passt das unserem ehemaligen Physikstudenten und Hobbyabenteuerer so gar nicht und er unternimmt einen Fluchtversuch.
Später: Brains Freundin Gina Timmins wird angerufen und bekommt die Nachricht mitgeteilt, dass ihr Geliebter verstorben sei. Komplett in Schwarz gekleidet macht sich die ehemalige Nachtklubtänzerin auf zum Friedhof und zu Brians Begräbnis. Nach der Zeremonie erhält Gina einen Anruf vom Totgeglaubten, der jetzt im Sarg festsitzt und dringend Hilfe benötigt. Außerdem darf Frau Timmins den Friedhof auf gar keinen Fall verlassen, da vor den Toren ein mehr oder minder Furcht einflößendes Auftragskillerpaar wartet. Die toughe Brünette macht sich also auf die Suche nach einem Ausweg für ihren Partner und durchstreift den Friedhof samt Krypta und trifft dabei auf einige skurrile Figuren, wie die Parapsychologin Agatha und die Handwerkerin Luanne, die zudem auch noch allerlei Probleme vorweisen können.
Keine Sorge, wir haben keine großartige Wendung vorweggenommen, dass Brian lebt, erfährt man direkt zu Spielbeginn, da wir zuerst in die Rolle von Gina schlüpfen und erst in Kapitel zwei den Fluchtversuch von Basco nachspielen müssen. Eins sei jedoch gesagt: die spannende und recht düstere Geschichte hat einige geniale, wie witzige Wendungen auf Lager, die einen mit heruntergelassener Hose erwischen.

Die alte Schule der Adventurekunst
Wer die beiden Vorgänger gespielt hat, wird sich in der Welt von Runaway – A Twist of Fate sofort zurechtfinden. Der bekannte Humor der Serie ist nach wie vor erhalten geblieben und auch die Charaktere sind wie immer gelungen. Das Gameplay bleibt recht simpel, sodass wir uns die meiste Zeit durch heitere Dialoge und knifflige Rätsel klicken müssen. So knifflig die Rätsel sein mögen, bleiben sie dennoch durchweg logisch und nachvollziehbar. Zum Beispiel will die Handwerkerin Luanne Särge zusammenbauen, hat jedoch nur eine schwedische Bauanleitung parat.

Wir versprechen ihr für eine Übersetzung zu sorgen und unterhalten uns mit Parapsychologin Agatha, die prompt einen Vorschlag hat: sie fragt einfach den Geist eines Schweden nach der Übersetzung. Bevor wir das Zusammentreffen der Nationen jedoch veranlassen können, braucht Agatha die Zustimmung der Brüder Kilgore, die auf dem Friedhof begraben und sozusagen die Alphageister an dem Ort der ewigen Ruhe sind. Wie dieses Rätsel gelöst wird, verraten wir allerdings nicht. Leute, die mit den Rätseln Probleme haben, können mit einem Druck auf F1 einen unverschämt hilfreichen Putzmann der Pendulo Studios anrufen, der passenderweise wie das Studio selbst heißt und uns nicht nur sehr lustige, sondern auch sehr gute Tipps zum Spiel gibt. Reintheoretisch lässt sich das Spiel unter Nutzung der Hilfefunktion recht zügig durchspielen, wobei die Tipps des Helferleins mal mehr und mal weniger direkt sind. Wer schlecht sehen kann, darf sich mit einem Druck auf F2 die Hotspots anzeigen lassen. Bei aktivierten Hotspots lassen sich diese jedoch nicht anklicken, so dass man sich die Position merken und anschießend mit deaktivierter Funktion auf das entsprechende Objekt klicken muss. Ist unsere Spielfigur einmal zu langsam unterwegs, können wir sie mit einem simplen Doppelklick an die entsprechende Stelle huschen lassen. Das ist besonders in weitläufigen Arealen, wie beispielsweise dem Friedhof sehr hilfreich. Die Bedienung ist insgesamt recht gelungen, könnte jedoch einen Tick intuitiver sein. So muss man, um ins Inventar zu gelangen, erstmal den Mauszeiger an den oberen Bildschirmrand bewegen und dann das Inventarsymbol auswählen. Schneller geht es mit einem Druck auf die TAB-Taste. Im Inventar können wir unsere Gegenstände wortwörtlich unter die Lupe nehmen und bekommen, nebst einer schicken Animation, einige teils sehr witzige Kommentare von Brian bzw. Gina zu hören. Apropos hören, alle die nicht die Möglichkeit hatten, die Vorgänger zu spielen, können sich im Journal die Vorgeschichte vorlesen lassen. Im weiteren Spielverlauf werden außerdem wichtige Ereignisse des aktuellen Abenteuers darin vermerkt und können ebenfalls abgerufen werden.

Technisch zum Weglaufen?
Fans dürften bereits nach den ersten Screenshots beruhigt gewesen sein, denn auch grafisch hat sich stilistisch gesehen, eher wenig getan. Noch immer stiefeln Brian und Co. im Comic-Look durch die Szenen. Dabei sind die Charaktere sehr fein animiert und wirken in Zwischensequenzen recht lebhaft. Während des Spiels sind die Animationen allerdings etwas spärlich, da sie sich oft wiederholen. Sprechen wir beispielsweise Agatha an, müssen wir erst warten, bis die Animation durchgelaufen ist, bevor sich die Parapsychologin letztendlich zu uns umdreht und mit uns spricht. Der Rest des Spiels ist optisch jedoch vollkommen gelungen und punktet mit detailverliebten Schauplätzen, hübschen Modellen und einem unverkennbaren Stil.
Die gesprochenen Dialoge sind ebenfalls gelungen, sodass jeder Sprecher seiner Figur Leben einhaucht und mitunter für aberwitzige Situationen sorgt. Zum Beispiel wenn wir mit Brian einen vielseitigen Artisten, der seine Zeit in der Anstalt als Pantomime und Schlangenmensch vertreibt, durch einen Lüftungsschacht lotsen müssen oder Gina sich dazu herablässt mit der „wunderschönen“ Handwerkerin Luanne zu quatschen.

Gina Forever
Ein besonderes Schmankerl ist die sogenannte Gina Forever Edition des Spiels. Diese edle Sonderausgabe ist nicht nur auf 300 Exemplare limitiert, wodurch sie für Sammler besonders interessant sein dürfte, sondern kann ihrem Besitzer ein Wochenende in New York bescheren.
Volljährigen Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bis zum 31.01.2010 das Handbuch der Gina Forever-Edition sowie den Kaufbeleg einschicken, haben so die Chance auf einen Wochenendtrip für zwei Personen in New York, inklusive Flug und Hotel. Obendrein gibt es noch einen Shopping-Gutschein über 250 US-Dollar.
Na, wenn das mal nichts ist!

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Kommentare
1 Kommentar(e) bisher
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tigger
tigger
schrieb am 03.01.1970
um 02:29
Scheint ja echt ein Kracher-Adventure zu sein. Werde ich mir sicher mal genauer anschauen
Infos
Runaway - A Twist of Fate
PCWii
WÄHLE DEINE VERSION
Entwickler:
Pendulo Studios
Publisher:
Crimson Cow
Genre:
Point'n'Click-Adventure
USK:
12
Release:
18.11.2009
Off. Seite:
PC
nur 26,98 €
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