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Newsmeldung


SEGA

JAPANISCHER MAJOR VERLÄSST DEUTSCHLAND!


SEGA war einst ein großer Konkurrent von Nintendo und lange Zeit das einzige Unternehmen, welches den japanischen Konzern die Führung auf dem Videospielmarkt streitig machen konnte. Nun fällt der einstige Großkonzern weltweit immer weiter ins Abseits. Wie heute bekannt wurde, schließt SEGA seine deutsche Niederlassung, damit löst das Unternehmen seinen deutschen Ableger völlig auf.

Aber auch in Frankreich, Spanien, den Beneluxstaaten und Australien müssen ihre Vertriebsbüros schließen. Dieser Schritt war von vielen Seiten bereits erwartet worden, da auch die letzten Geschäftszahlen Ende März wieder Millionenverluste offenbarten. SEGA möchte sich nach diesem radikalen Schnitt immer mehr auf die Social- und Mobile-Games-Sparte der Branche konzentrieren.

Dabei betonte das Unternehmen aber, dass sie nicht vorhaben die bisher veröffentlichten Titel nicht zu unterstützen, sondern nach wie vor, wenn auch im geringeren Maße dem traditionellen Geschäft der Branche treu bleiben. "Sega steht am Beginn einer neuen und spannenden Phase. Das Unternehmen legt seinen Hauptfokus auf Inhalte mit starken und ausgewogenen IPs wie 'Sonic the Hedgehog', 'Total War', 'Football Manager' und die Aliens-Lizenz […] Sega wird sich mithilfe der richtigen Mischung aus digitalen und Retail-Produkten einen Vorteil verschaffen und verfolgt eine klare Strategie. Wir blicken zuversichtlich in eine erfolgreiche Zukunft.", dies erklärte Jürgen Post, COO bei Sega Europe.

Die Produkte und das Vertriebsnetzwerk von SEGA in Deutschland übernimmt Koch Media, das Unternehmen kann nun nach Rising Star Games, THQ und Tecmo Koei auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken. Denn sie übernehmen von all diesen Unternehmen ihr Vertriebsnetzwerk. Der CEO von Koch Media Dr. Klemens Kundraitz äußerte:

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Sega. Sega hält einige der stärksten Marken der Spieleindustrie und besitzt eine herausragende Historie. Gemeinsam wollen wir die das kommende Line-Up zum Erfolg führen."

SEGA zog sich bereits 2001 aus Deutschland zurück, da sie soeben das Dreamcast-Desaster verkraften mussten. Erst 2005 kehrte das Unternehmen zurück.

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