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Need for Speed Nitro - Test
Test - Eine positive Überraschung

Während in der Vergangenheit, die Ableger für die Wii in der Regel eher dürftig ausgefallen sind, wurde diesmal erst gar nicht versucht, dass vor Kurzem erschienene Need for Speed Shift, welches auf der PS3 und der XBox360 einen fulminanten Auftritt hingelegt hat, in einer abgespeckten Version zu veröffentlichen. Man hat sich auf die Stärken der Serie und der Konsole eingestellt und einen Arcade Racer zusammengeschustert. Weg mit dem neu gewonnenen Realismus der Serie, zurück zu überdrehten Charakteren, knallbunter Optik und Cops, die uns das Leben schwer machen. Dieses Jahr kann den Jungs von Electronic Arts zumindest niemand vorwerfen, dass sie festgefahren in Ihren Ideen oder unkreativ sind. Sich nach all den Jahren der Need for Speed-Reihe, in einem Jahr gleich zweimal neu zu erfinden, spricht einfach für sich.

Auf den Punkt

Das Spiel hat keinen riesigen Fuhrpark. Ihr habt die Auswahl zwischen 30 lizenzierten Fahrzeugen von namhaften Herstellern. Dazu gehören unter anderem VW, Nissan, Audi und Lamborghini, um das Feld nur kurz anzureißen. In sechs Städten sammeln wir dann mit dem Fahrzeug unserer Wahl im Karrieremodus Sterne, um im Spiel voranzukommen und neue Strecken freizuschalten. Sterne gibt es zum einen für die Platzierung auf dem Treppchen. Alternativ stehen bei allen Rennen auch teils einfache, teils recht fordernde Nebenprüfungen an, die sich nicht immer im ersten Versuch erledigen lassen. Hier kann es also durchaus passieren, dass wir trotz Spitzenposition direkt noch mal das gleiche Rennen starten und uns dann voll und ganz auf die Bonusjagd begeben. Weitere Spielmodi sind Drag- und Drift Rennen. Auch Time-Trials sorgen für Abwechslung. Der Eliminator-Modus wurde leicht abgewandelt, denn nicht am Ende einer Runde scheidet das Schlusslicht aus, sondern alle dreißig Sekunden.

Das geht auf die Pumpe, den hier geht es knallhart zur Sache. Wie der Zusatz in der Namensgebung ja schon vermuten lässt, wurde hier der Spaß in den Vordergrund gerückt. Für gute Fahrmanöver füllt sich unser Nitro Balken und will auf Knopfdruck entladen werden. Dieser Zusatzboost entscheidet hier über Sieg und Niederlage. Denn so unterschiedlich die Autos auch aussehen mögen, gewinnen kann man hier mit jedem Boliden. Unser Freund und Helfer hat auch wieder den Weg ins Spiel gefunden und man kann nur sagen, dass sie massiv ins Spielgeschehen eingreifen. Während wir uns zum einen durch eigene Unfähigkeit, indem wir im Straßenverkehr den normalen Autofahrern nicht ausweichen und Unfälle provozieren, direkt eine Zielscheibe an unser Auto kleben können, spielt hier auch eine ordentliche Portion Glück mit. Denn ob sich die Gesetzeshüter um den Erst-, Zweit- oder Drittplatzierten kümmern, wird scheinbar ausgewürfelt. So kann es sein, dass wir durch den Eingriff der Staatsgewalt mal eine Position nach vorne klettern, es kann aber auch genauso gut sein, dass wir vom ersten Platz verdrängt werden und das Rennen erneut fahren dürfen. Während das Spiel alleine eher zu kleinen Fahrten einlädt, kommt spätestens im Multiplayer Modus richtig Spaß auf. Die Steuerung ist recht simpel umgesetzt worden. So kommt hier wirklich jeder Spieler innerhalb von fünf Minuten schnell zu seinem Fahrvergnügen.

Einwandfrei
Grafisch präsentiert sich das Spiel auf einem guten Niveau. Die Autos sehen ordentlich aus und bewegen sich flüssig über die Strecken. Egal, durch welche Metropole wir gerade rasen, hier gibt es Wiedererkennungseffekte und die Strecken sind fast immer clever konstruiert. Vom Detailgrad her wäre sicherlich mehr drin gewesen. Das Schadensmodell wurde zum Beispiel nur angekratzt. Außer der einen oder anderen Beule an unserem Auto wird dieses Feature ignoriert. Größtes Manko ist die Kameraeinstellung, klassische Racing Varianten wie die Stoßstangenansicht oder der Blick aus dem Cockpit fehlen, stattdessen sind wir immer in der Verfolgerperspektive. Spätestens mit gezündetem Boost geht hier die Übersicht verloren. Der Soundtrack wiederum weiß zu gefallen. Es ist kein Brett, wie bei Colin McRae Dirt2, aber durchaus gut. Gleiches gilt für die Umsetzung der Zwischensequenzen und die Sprachausgabe. Die verschiedenen Fahrzeuggeräusche kommen sauber rüber, das Beschleunigen klingt gut und es macht Spaß, den Motor aufheulen zu lassen. Unterm Strich wird hier ein gutes Gesamtpaket abgeliefert.

 

 

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Kommentare
1 Kommentar(e) bisher
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t0by
t0by
schrieb am 03.01.1970
um 01:42
Ohhh Nur Außenansicht ist wirklich erbärmlich. Normalerweise zocke ich keine Renngames in Außenansicht. Ich find das unübersichtlich, auch wenn's sich paradox anhört ;).

Da das Spiel, wie seine Konsole, eher auf jüngeres Publikum ausgelegt ist, mag man es mal verzeihen :).
Infos
Need for Speed Nitro
Wii
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Entwickler:
EA Montreal
Publisher:
Electronic Arts
Genre:
Arcade Racer
USK:
n/a
Release:
05.11.2009
Off. Seite:
n/a
Wii
nur 19,90 €
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