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The Dark Knight Rises - Kinofilme"

The Dark Knight Rises

Acht Jahre sind ins Land gezogen, seit Batman die Morde des wahnsinnig gewordenen Harvey „Two-Face“ Dent auf sich genommen und Gotham damit Hoffnung geschenkt hat. Seitdem vegetiert Bruce Wayne (Christian Bale) bärtig und am Krückstock in seinem Anwesen und vergräbt sich in seinem Schmerz über den Tod von Rachel Dawes, bis eines Abends eine als Hauspersonal getarnte Diebin (Anne  Hathaway) in seine Privatgemächer eindringt und ihm den Schmuck seiner Mutter entwendet. Waynes detektivisches Interesse entflammt erneut, aber der Meisterdetektiv ist nicht nur körperlich schwer lädiert, auch seine Instinkte sind eingerostet. So läuft er schnurstracks in die Falle, die der undurchsichtige Söldner Bane (Tom Hardy) ihm gestellt hat. Zudem muss er geschlagen mit ansehen, wie der Muskelberg mit der Gasmaske, Gotham mithilfe eines waffenfähig gemachten Fusionsreaktors in Anarchie und Chaos eines Ausmaßes stürzt, von dem der Joker nur träumen konnte.
Mit The Dark Knight Rises bringt Christopher Nolan seine Batman-Trilogie zu einem fulminanten Abschluss und setzt in puncto epischer Bandbreite noch mal einen auf den Vorgängerfilm drauf. Wo es in The Dark Knight jedoch Schlag auf Schlag ging, lässt sich Rises ausführlich Zeit, um seine Figuren für einen komplexen Plot in Stellung zu bringen. Inhaltlich orientieren sich die für das Drehbuch verantwortlichen Nolan-Brüder an den Batman-Storys „Knightfall“ und „No Man’s Land“, machen damit aber auf so radikale Art ihr eigenes Ding, das dies manch einem hartgesottenen Comicfan übel aufstoßen könnte. Denn ging The Dark Knight so gerade eben noch als Superheldenfilm durch, ist Nolans dritter Batman so weit von einem bunten Actionspektakel wie The Avengers entfernt, wie es nur eben geht. Vielmehr ist Rises ein grimmiges Kriegsdrama, das trotz seiner gewaltigen Spieldauer von 165 Minuten nicht langweilig, sondern gegen Ende sogar immer rasanter wird. Einziger Schwachpunkt ist die deutsche Synchronisation, durch die erneut viel von der trockenen Komik verloren geht. Dadurch wird leider auch der von Tom Hardy wirklich furchteinflößend realistisch dargestellte Bane, auf fast schon unangenehme Art, auf das Niveau einer Comicfigur heruntergezogen. Darüber hinaus kann man jedoch festhalten, dass Christopher Nolan seine Batman-Trilogie zu dem kompromisslosen Ende gebracht hat, dass sie verdient hat.


Geschrieben von Peter Vignold
Titel: The Dark Knight Rises
von Warner Bros.
Releasetermin: 26.07.2012

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