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KINOFILME
Up in the Air

Home Sweet Home. Hat diese Floskel universale Gültigkeit, dann befindet sich Ryan Bingham in einem ganz anderen Teil der Milchstraße. Denn anstatt es sich zu Hause gemütlich einzurichten, fliegt Bingham, gespielt von George Clooney, tagtäglich quer durch die Vereinigten Staaten, um schlechte Stimmung zu verbreiten. Denn wenn Firmen sich davor drücken wollen, ihren Angestellten zu kündigen, kommt Bingham ins Spiel und versucht, ihnen die schlechte Nachricht möglichst bekömmlich beizubringen. Als sich seine Kollegin Natalie mit frischen Ideen und ihren weiblichen Reizen in sein Leben drängt, scheint es mit Binghams geliebter Anonymität dahin zu sein.
George Clooney mal ganz anders. Kennen wir den smarten Grauhaarmacho sonst nur in charismatischen Rollen, spielt er im Drama Up in the Air den introvertierten Normalo, der eigentlich am liebsten gar nicht auffallen will und Beziehungen oder Freundschaften nur als Ballast ansieht. Erstaunlicherweise nimmt man Clooney den Rollenwechsel tatsächlich ab. Regisseur Jason Reitman schafft es hier aus der eher mäßig erfolgreichen Buchvorlage von Walter Kirn eine packende Geschichte zu inszenieren, die die Antwort auf eine in unserer Gesellschaft akute Frage sucht: Ist es möglich, ein Leben ohne Zwischenmenschlichkeit zu führen und dabei glücklich zu sein? Wer eine Antwort auf diese Frage möchte, dem sei ein Kinobesuch wärmstens empfohlen, wenn auch nur um George Clooney mal nicht als Gentleman mit großer Klappe zu erleben.


Geschrieben von Florian Zandt
Titel: Up in the Air
von Paramount
Releasetermin: 04.02.2010

DVDs & BLU-RAYs
The House Of The Devil

Horror- und Gruselfilme gibt es wie Sand am Meer und es werden von Jahr zu Jahr immer mehr an den Verkaufsstrand getragen. Oft genug sind darunter mehr Filme, die so lästig sind wie Quallen im Wasser, aber doch findet man am Horrorufer immer mal wieder einen Schatz. Solch ein Kleinod verbirgt sich hinter „The House of the Devil“ von Regisseur Ti West. Dieser bedient sich der klassischen Horrorelemente der 80er Jahre und genau das macht diesen Streifen zu einem Neuzeitklassiker im alten Gewand.  Die Story ist dabei fast schon nebensächlich. Die junge Studentin Samantha ist finanziell recht schlecht aufgestellt. Da sie dringend Geld benötigt um sich ein eigenes Appartment zu leisten, macht sie sich auf die Suche nach einem Nebenjob. Nach einigem hin und her bekommt sie die Stelle als Babysitter bei einer grotesken Familie draußen am Stadtrand. Als sie in Begleitung ihrer Freundin den Dienst antritt, erfährt sie, dass sie kein Kind hüten soll, sondern die alternde Großmutter der Familie. Als Samanthas Freundin, wieder in ihr Auto steigt, heimfährt und die Hausherren das Anwesen verlassen, muss sie sich die Zeit vertreiben. Was wäre da besser als das Haus zu erkunden. Jedoch hat dies gewaltige Folgen und das Grauen entfaltet seine Schwingen. Die ganze Zeit über hält das Unwohlsein und die bedrückende Stimmung beim Zuschauer Einzug. Vor allem die fast minimalistischen Aktionen im Film bringen Spannung, sodass man zu keiner Zeit den Blick vom Geschehen abwendet. Auch die 80er Kulisse und Requisiten lassen altbewährtes Gruselfeeling aufkommen. Alle Schockszenen sind gezielt eingesetzt und brennen sich ins Nervenkostüm ohne sich dabei brutaler Szenen bedienen zu müssen. Was Bild und Musik hier beim Zuschauer erzeugen, ist wirklich der Wahnsinn. Wer auf 70er oder 80er Grusel steht, kommt an diesem Film auf gar keinen Fall vorbei!


Geschrieben von Erik Rössler
Titel: The House Of The Devil
von Capelight/Alive
Releasetermin: 29.01.2010

COMICS, BÜCHER & HÖRBÜCHER
Der Zombie Survival Guide

Max Brooks weiß mehr als wir alle. Zumindest, wenn es um das Thema Zombies geht. Schon im Jahre 2004 kam sein erster Survival Guide raus. In „Überleben unter Untoten“ wurde ziemlich detailliert beschrieben, auf was man vorbereitet sein muss, um nicht von den Untoten überrannt zu werden. Inklusive des idealen Waffenarsenals für den Heimgebrauch. Das Buch hat viele Auswirkungen gehabt. Einige fanden es einfach nur unterhaltsam, bei anderen hingegen wurde unterbewusst eine Angst vor etwas ausgelöst, mit dem man sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschäftigt hatte. In dem illustrierten Band „Dokumentierte Angriffe“ hat er zusammen mit Zeichner Ibraim Roberson zwölf Episoden der Evolution in Szene gesetzt. Dort lernen wir, dass es schon immer Zombies gab. Schon in der Steinzeit musste man sich seiner Haut erwehren. Doch jede Epoche macht immer wieder den gleichen Fehler. Sie vergisst, mittels Aufzeichnungen, die Nachwelt vor der permanenten Gefahr zu warnen. So müssen sich die Ägypter, die Römer, die Russen und viele andere Nationen, vollkommen überrascht, mit den zahlenmäßig überlegenen Zombies ins Gefecht begeben. Diese Graphic Novel überzeugt durch seine düsteren und sehr atmosphärischen Zeichnungen. Um den Autor zu zitieren: „Lerne aus der Geschichte oder sei verdammt!“. Deswegen wollen wir dieses Comic jedem ans Herz legen, schließlich besteht eine realistische Chance, dass es jedem Leser mal das Leben retten kann.


Geschrieben von Thomas Kwasnitza
Titel: Der Zombie Survival Guide
von Panini Comics
Releasetermin: 20.07.2010

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