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Chernobyl Diaries - DVDs & Blu-Rays"
Die Macher des äußerst erfolgreichen Paranormal Activity Found-Footage-Horrors sind wieder am Start. Diesmal jedoch mit einem komplett anderen Setting aber ähnlicher Umsetzung. Es geht in die Todeszone, genauer gesagt in die Nähe des havarierten Atomreaktors von Tschernobyl. Eine Gruppe junger Abenteuertouristen hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, mit einem Fremdenführer in die alte Arbeiterstadt Pripyat von Tschernobyl zu reisen, um dort eine aufregende Besichtigungstour zu machen. Doch dieses heikle Unterfangen ist natürlich nicht ganz ohne Gefahren verbunden, befindet sich die Stadt unmittelbar am geschrotteten Reaktor. Zudem liegt dieser verlassene Ort mitten im Sperrgebiet und ist immer noch radioaktiv verseucht. Die Gruppe begibt sich trotzdem per heruntergekommenen Kleinbus, am Militärkontrollposten vorbei, in diese unwirkliche Gegend. Anfangs scheint auch alles in Ordnung zu sein, der Geigerzähler warnt vor zu hoher Strahlung, die Gruppe ist interessiert und recht gut gelaunt. Es werden Scherze gemacht und Fotos geknipst. Doch als sie wieder heimfahren wollen, streikt der Kleinbus, der zudem von Unbekannten so manipuliert wurde, dass sie ohne Reparatur nicht mehr wegkommen. Als dann seltsame Geräusche, kleine Kinder und blutrünstige Hunde ins Spiel kommen, beginnt sich die nette Tour zu einem wirklichen und lebensgefährlichen Horrortrip inmitten der finsteren Ruinen Pripyats zu entwickeln.
Chernobyl Diaries spielt sicherlich mit typischen Klischees, auch ist die Basis der Story, mit der typischen Gruppe die auf die Schlachtbank geführt wird, nichts Besonderes. Dafür aber können sämtliche Schockeffekte punkten, ebenso wie die geniale Tschernobyl-Atmosphäre inmitten dieser beindruckenden und zugleich erschütternden Kulissen in und um der Stadt Pripyat. Es ist ein gut gemachter Horrorthriller im Found-Footage-Look, irgendwo zwischen The Blair Witch Project und The Hills Have Eyes. Leider flacht der Film in den letzten 15 Minuten etwas ab und auch das Ende hätte durchaus anders ausfallen können. Aber insgesamt macht Chernobyl Diaries seine Sache sehr gut. Er unterhält, schockt, begruselt und erschafft ein durchweg beklemmendes Gefühl. Fans des Genres und jene, die noch nicht abgestumpft sind, werden mit diesem Streifen sicherlich ihren Spaß haben!
Geschrieben von Erik Rössler
Titel: Chernobyl Diaries
von Warner Home Video
Releasetermin: 26.10.2012




