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Diablo III - Vorschau
Vorschau - Eine Welt aus Gegensätzen

Mit dem Teufel ist es immer so eine Sache. Gerade wenn man glaubt, den zu groß geratenen, rothäutigen Bock bei den Hörnern zu haben, entwischt einem der Erfinder der Trickserei auf höchst gekonnte Art und Weise und lässt uns in dem Glauben zurück, dem Urbösen mal wieder erfolgreich den Riegel vorgeschoben zu haben. Zum Glück für uns Zocker schafft es auch die teuflische Inkarnation der Diablo-Reihe immer wieder, potenzielle Weltenretter zu enttäuschen. Denn nur so liefert uns der namensstiftende Dämon wieder einen triftigen Grund, auch in Diablo 3 die arkanen Wälzer ins Reisegepäck zu wuchten und die Klingen zu wetzen. Obwohl das Spiel erst 2011 erscheinen soll, sind schon eine Menge Infos an die Öffentlichkeit gelangt. Wir haben die wichtigsten Fakten in unserer Vorschau zum Action-Rollenspiel-Urvater zusammengetragen.

Der Dämonenmörder kehrt immer zum Tatort zurück
Blizzard scheint ein paar Extra-Skillpunkte in die Fähigkeit Mantel des Schweigens gesteckt zu haben, denn wirklich viel ist noch nicht bekannt über die Story des RPG-Metzlers. Wir wissen lediglich, dass sich die Ereignisse zwanzig Jahre nach der Verbannung der drei Großen Übel regelrecht überschlagen. Nachdem der Norden von Sanctuary durch die Zerstörung des Berges Arreats durch die Vernichtung des Weltensteins durch Tyrael in Chaos gestürzt wurde, sieht es im altbekannten Tristram auch nicht besser aus. Der einzige bisher bestätigte Charakter, dem wir wieder unser Ohr schenken dürfen, ist Deckard Cain. Wie schon im ersten Teil der Diablo-Reihe untersucht der knorrige Alte die neuesten Geschehnisse im Untergrund Tristrams. Denn in der Kathedrale regen sich die müden Knochen der Skelettkrieger wieder und die Zombies wittern Frischfleisch. Auch wenn unklar ist, was mit den großen Helden von damals geschehen ist, welche Rolle Tyrael in Diablo 3 spielen wird und wie lange Cain uns noch als besserwissender Weiser zur Seite stehen wird, eines steht fest – während unserer Reise durch Sanctuary hat das Geschäft der Monster-Totengräber Hochkonjunktur.

In Sanctuary nichts Neues
Wer bei Diablo 3 eine Gameplay-Revolution erwartet, zieht seine Hosen morgens wohl verkehrt herum an und hält Project Natal für ein Geheimdienstprojekt zur Züchtung von Babys als Supersoldaten. Wenn die Entwickler selbst schon zugeben, die Innovation beim letzten Frühjahrsputz unter den Teppich gekehrt zu haben, wird es ehemaligen Diablo-Zockern kaum schwerfallen, sich in dem neuen Titel zurechtzufinden. Als Maxime gilt immer noch das Muster schnetzeln, sammeln, noch mehr schnetzeln. Die Änderungen in der Spielmechanik müssen wirklich mit der Lupe gesucht werden und entwischen dem ungeübten Auge deswegen genau so häufig wie das Stehaufmännchen Diablo selbst.

Zu den kleinen Änderungen gehören unter anderem die Möglichkeit, Skills mit Runen zu verbessern, das Respawnen der eigenen Charaktere ohne eine XP-Strafe zu kassieren oder neu laden zu müssen oder die Streichung der Heiltränke. Stattdessen lassen besiegte Monster nun neben Gold und Items sogenannte Health Orbs fallen, die unser Charakter automatisch beim Darüberlaufen aufnimmt, genau wie herumliegende Goldhäufchen. Auch die vier bisher vorgestellten Klassen versprechen keine wirkliche spielerische Innovation. Der Hexendoktor erinnert mit seinen Pet-Skills und Magieangriffen an eine kleinere, kauzigere Version des Nekromanten, die Zauberin und der Barbar dürften allen Diablo-Jüngern bekannt sein, und selbst der Mönch bietet mit der Fokussierung auf den faustbewehrten Nahkampf und manazehrende Kombotaktiken keine wirklich ungewöhnliche Kost.

Lediglich im Skillbereich könnte Blizzard eine neue geschmackliche Nuance in die Diablo-Brühe einbringen, denn anders als bisher angenommen wird es keinen hierarchischen, dreiteiligen Talentbaum geben. Wie genau das neue System aussehen wird, ist jedoch noch nicht bekannt. Selbst die Quests laufen nach ein und demselben bekannten Schema ab, wenn diese auch dank einer Vielzahl von gescripteten Szenen aufgelockert oder, in bekannter Diablo-Manier, eher verdüstert werden. So können wir bereits zu Beginn des Spiels beobachten, wie Wachmänner bergeweise Leichen auf einen zufällig passend geparkten Pferdekarren hieven, was bereits einen Ausblick auf die potenziell eher triste Zukunft bietet.
Abgesehen von den kleinen Gimmicks und Feinheiten bleibt Diablo 3 jedoch im Herzen das, was es sein will, nämlich ein Mischmasch aus Monstermetzelei und Item-Sammelwut.

Eine Welt aus Gegensätzen
Während sich die meisten Spieler wohl kaum an der althergebrachten Spielmechanik stoßen werden, hat gerade die grafische Umsetzung des Spieles schon zu so manchem erhobenen Zeigefinger und einigen trotzig in Falten gelegten Stirnen geführt. Viele Zocker hielten den Titel am Anfang für zu bunt, nicht schaurig-schön und düster genug. Mittlerweile sind die Gemüter jedoch wieder besänftigt, denn obwohl Diablo 3 auch einige farbenprächtige Schauplätze bietet, ist die Dunkelheit samt bedrückender Atmosphäre auch hier nicht wegzudenken. Dass das den Jungs von Blizzard trotz der leicht comichaft angehauchten Grafik gelingt, zeigen zahlreiche Gameplay-Videos und auch Screenshots. Besonders im Bereich der Effekte kann Diablo 3-mal wieder punkten. Massenspells der Zauberin, die den ganzen Bildschirm in eine Eiswüste verwandeln bringen uns direkt ein bisschen arktische Kälte in die heimischen vier Wände, und die neue, dank der Havok-Engine komplett zerstörbare Umgebung sorgt für das besondere Plus an Atmosphäre. Auch wenn die Vermutung nahe liegt, dass die detailreiche Grafikpracht zur Überspielung der mangelnden Gameplay-Innovation dienen soll, ein Augenschmaus ist das geschäftige Monstergewusel alle mal.

Über die musikalische Untermalung ist ähnlich wie im Story-Bereich noch recht wenig bekannt. Klar ist, dass sich Russel Brower um die Orchestrierung kümmern wird und sich an den wagneresken Tönen der Lord of Destruction-Expansion orientieren will. Nostalgiker wird es vielleicht freuen, dass das altbekannte Tristram-Theme mit einigen Änderungen auch in Diablo 3 seine Aufwartung machen wird.

 

 

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Kommentare
2 Kommentar(e) bisher
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11daysleft
11daysleft
schrieb am 27.01.2010
um 12:23
Ich werds auf jeden Fall zocken, aber ich hätte mir echt `ne bessere und vor Allem düstere Grafik gewünscht.
stefan-bowack
stefan-bowack
schrieb am 25.01.2010
um 20:12
Das Spiel wird sowas von genial... ich freu mich schon auf den Mönch!
Infos
Diablo III
PC
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Entwickler:
Blizzard Entertainment
Publisher:
Activision Blizzard
Genre:
Action-RPG
USK:
n/a
Release:
n/a
Off. Seite:
PC

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