Onlinefussballmanager - Bericht
Lautsprecherdurchsagen, jubelnde Menschen, die Sonne hängt hoch am blauen Himmel über der Hauptstadt, es riecht nach Gegrilltem und Bier. Doch es ist kein Hertha-Spiel und auch nicht das Olympiastadion, es ist kurz nach Mittag beim 10. Wanderpokal des Onlinefußballmanagers. Auf den beiden Kunstrasenplätzen geht es bereits hoch her, hier im Neuköllner Süden, und die angereisten Fans sorgen für die richtige Stimmung.
Bei Turnieren einer Online-Community denkt nicht jeder zuerst an eine solche Veranstaltung. Auch der Autor dieser Zeilen ist da keine Ausnahme. Als der Anruf zum Auftrag kam, war dessen erster Gedanke eine abgedunkelte Halle, erhellt durch das Flimmern dutzender Bildschirme, und Berge voller Pizzakartons auf dem Boden. Doch auch Redakteure einer Games-Seite lassen sich gerne von ihren Vorurteilen befreien. Denn was an diesem sonnigen Samstag in Berlin stattfand, war weder LAN-Party noch Nerd-Treffen, es war der Beweis, dass die digitale Welt auch bestens offline funktioniert.
Vor fünf Jahren das erste Turnier
Als der Wanderpokal 2005 ins Leben gerufen wurde, rechnete wohl niemand damit, was nur fünf Jahre später daraus werden sollte. Patty, der damalige Initiator, ganz sicher nicht.

„Es ist einfach unglaublich, was in so kurzer Zeit aus einer Bierlaune heraus entstehen kann“, sagt er und schaut staunend auf die Zuschauer, die am Spielfeldrand stehen. „Als wir damals das erste Spiel Berlin gegen Güstrow in Waldesruth organisierten, waren wir gerade mal 20 Leute. Und nun schau dir das an!“
Es ist in der Tat beeindruckend, was eine Community leisten kann, wenn sie denn nur will. „Zu Beginn war es ein reines regionales Match, und jetzt kommen die Spieler aus ganz Deutschland“
Bundesweite Mitspieler
Dass die Spieler aus der ganzen Bundesrepublik anreisten, bezeugte bereits der Parkplatz vor der Sportanlage. Ob Bremen oder Düsseldorf, Ruhrgebiet oder Bayern, Autos aus den unterschiedlichsten Landesteilen standen dort und zeigten, dass der Wanderpokal sicher kein regionales Phänomen ist. Doch die weiteste Anreise hatten mit Sicherheit die Süddeutschen Amateure. Zehn Stunden dauerte ihre Fahrt von der österreichischen Grenze bis Berlin, und nur um an diesem Tag dabei zu sein. Für Ciroferrara, dem Kapitän der Mannschaft, hat es sich dennoch gelohnt: „Klar ist das eine lange Tour, doch unser Clan trifft sich auch sonst fast einmal im Monat und dieses Mal eben in Berlin.“
Während die Spiele weitergehen ertönt wieder die Lautsprecherdurchsage, die einem Michael Buffer würdig wäre. Es ist Shakcool, der in seinem Trikot des Tussie-Teams und mit Cowboyhut hinter der DJ-Anlage sitzt und nicht zu überhören ist. „Ich bin extra aus Teneriffa eingeflogen“, sagt er gleich zu Beginn, „so einen Tag kann ich mir einfach nicht entgehen lassen.“ Er hat das moderieren über-nommen und sichtlich Spaß daran. „Außerdem bin ich ein zufriedener OFM-User“, macht er deutlich.
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schrieb am 03.08.2010
um 09:11
schrieb am 06.11.2010
um 00:00
MfG Kevin
schrieb am 25.02.2011
um 14:12
MfG Matze